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[11.10.2001]
Die Rückzahlung ist Anlaß, meine Internetaktivität zu verändern.
Ich habe T-DSL und T-DSL Flat gekündigt, wandle mein Puretec Premium-Paktet in eine Star-Paket, kündige viele Domains, verringere meine Surfzeit.
Auf den ersten Blick ist das eine negative Veränderung. Auf den zweiten aber eine positive.
Zeitweise hatte ich 3.000 Seiten in verschiedenen Fassungen meiner Homepage im Netz, die gewartet werden wollten.
Das Festhalten meines Lebens auf meiner Site nahm nicht selten mehr Zeit in Anspruch als das Leben selbst. Das Protokollieren und Auswerten meines Lebens war teilweise mein Leben.
Was als virtueller Psychotherapeut (siehe auch Psycholabor) begann und mein Leben zum Guten wandte, entwickelte eine Eigendynamik, die mich teilweise beherrschte.
Mit allem wird nun Schluß sein, weil ich nicht mehr das Geld aufbringen kann.
Traurig würde mich das jedoch nur machen, wenn mein virtueller Psychotherapeut seine Aufgabe noch nicht erfüllt hätte.
Auf diese Seite werde ich zurückkommen, wenn die Umstellung mir zu schwer werden wird.
[12.10.01, fr, 12:25]
Ab heute 10 Uhr ist der Tarifwechsel von T-DSL Flat in by call vollzogen.
Das ging dann doch zu schnell. T-Online sagte, der Tarifwechsel würde nicht vor dem 20.10.01 durchgeführt.
Zum Glück wird bereits zum 17.10.01 mein T-DSL-Anschluß weggeschaltet.
Verständlich ist, daß ich nicht mehr mit T-Online ins Netz gehe, sobald T-DSL weggeschaltet ist: 3,9 Pfennige pro Minute sind eine Frechheit!
Ich hätte ja in den Tarif eco wandeln können: 2,9 Pfennige pro Minute, allerdings mit 8 DM Grundgebühr im Monat.
Aber ich gehe jetzt mit Tiscali, Callero, 1&1 oder NGI ins Netz.
Wobei der Zugänge mit Tiscali und 1&1 zuverlässig sind. Callero klappt nur hin und wieder. NGI mit der neuen Einwahlnummer fast nie.
[12.10.01, fr, 13:59]
Habe noch schnell meine Homepage im Star-Angebot vervollständigt: DSL ist einfach schneller, und selbst, wenn ich jetzt 3,9 Pfennige pro Minute zahle, kostet es weniger, als wenn ich für 2,9 Pfennige pro Minute Daten über einen analogen Anschluß hochlade.
(Einwurf aus dem Hintergrund: Pfennigfuchser!)
Wenn ich meine Homepage nicht zu oft zu sehr umstelle, sondern nur Seiten aktualisiere, wird der analoge Anschluß reichen. Habe ich schon getestet.
Aber das schnelle Surfen und schnelle Herunterladen wird bald vorbei sein.
Die Software T-Online 4.0 habe ich heute morgen noch mit der T-DSL Flat heruntergeladen. Die rund 45 MB hatte ich in etwas über 10 Minuten auf dem Rechner.
Allerdings hat sie mir nicht gefallen, ich werde weiterhin mit der Version 3.0 online gehen, falls ich noch mit T-Online ins Netz gehe.
Und solch große Datenmenge lade ich sehr selten herunter.
Wenn doch, dann wurde es mich diese Größe weniger als 5 DM kosten. 30 DM kostet aber der DSL-Anschluß.
Zuletzt habe ich den Internet Explorer 6 heruntergeladen. Den gibts aber auch auf CDs von PC-Zeitschriften. Der hatte aber nur rund 22 MB.
Was will ich also sagen: So schön wie T-DSL ist, ohne eine Flat ist mir das Surfen zu teuer. Also würde ich, auch wenn ich einen DSL-Anschluß habe, mit einem analogen online gehen. Da kann ich die 30 DM für DSL also auch sparen.
Ich bin ehrlich: in letzter Zeit war ich nicht mehr so viel online wie vor Monaten. Im September 2001 waren es etwas über 100 Stunden. Kein Vergleich mit den bis 250 Stunden zum Anfang meiner Flat-Zeit.
Ich bin in dem fast einen Jahr viel gesurft. Die Kosten für die zuerst analoge Flat, später für die DSL-Flat habe ich immer herausgehabt.
Erst in jüngster Zeit surfe ich weniger. So sehe ich meinen Entschluß, meine Internetaktivtät herunterzufahren, nicht als zu starke Einschränkung.
Wichtig ist, daß ich Schreiben kann...
Und falls ich mal wieder richtig absurfen will, kann ich das ja auch an der Uni tun.
[16.10.01, mi, 10:59]
Gestern wollte ich drei Artikel der FAZ herunterladen. Dazu habe ich meine analoge Verbindung ins Netz genutzt.
Als ich die Artikel auf dem Bildschirm hatte, schaltete eine kurzer Stromschwankung meine PC aus - ich mußte von vorn beginnen. Alles zusammen mußte ich 20 Minuten online sein, weil die Seiten sich teilweise nur mit einer Geschwindigkeit 1 bis 2 Kilo pro Sekunde aufbauten.
Da habe ich zum ersten Mal geflucht über meine beschissene finanzielle Situation, die mich zwingt, auf das bißchen Luxus, das ich mir gönnte, zu verzichten.
Das Herunterladen von drei Artikeln dauerte 19:42 Minuten und kostete mich 0,55 DM.
Den ganzen Tag war ich dann 47:44 Minuten online, was mich 1,35 DM kostete. Wenn ich das jeden Tag mache, werde ich im Monat über 40 Mark bezahlen müssen - die Flat hat mich nur 49 gekostet, mit ihr war ich aber ab 100 Stunden aufwärts online.
Um einen Ausgleich zu schaffen, werde ich heute nicht ins Netz gehen. Ich will im Monat auf keinen Fall mehr mehr als 15 Stunden online sein. Am liebsten deutlich darunter. Meine Finanzplanung sieht 10 Mark pro Monat vor.
[16.10.01, di, 13:17]
Ich mußte doch noch mal schnell online gehen, um meinen 1&1-Internetzugang freizuschalten und einzurichten.
Das hat 15 Minuten bzw. 53 Pfennige gekostet.
Nun warte ich, bis der Zugang freigeschaltet ist.
Ich hätte mit dem Einrichten auch bis morgen oder übermorgen (weil morgen die Wegschaltung von DSL stattfindet) warten können, aber ich bin sehr schläfrig geworden. Das Ausprobieren war ein Muntermacher und hat mir auch viel Spaß gemacht.
Den ich heute noch nicht hatte, denn Kündigungen zu schreiben und andere organisatorisiche Aufgaben machen mir keinen Spaß.
[16.10.01, mi, 20:32]
Inzwischen bin ich bei 1 Stunde 32 Minuten und 2 Mark 61 DM gelandet.
[28.10.01, so, 17:02]
Wobei heute das Beantragen einer FAZ-Abo-Unterbrechung Spaß gemacht hat.
Das Lesen der FAZ hat sich teilweise auch verstelbständigt. Deshalb war es mir wichtig, so sehr mir das Lesen der FAZ auch Spaß macht, eine Abo-Unterbrechung (vor mir selbst) durchzusetzen, gerade jetzt, da ich keine Semesterferien mehr habe.
Auch damit mein Bedürfnis zum Lesen nicht beim FAZ-Lesen befriedigt wird und verpufft, habe ich mein FAZ-Abo unterbrochen (siehe auch: heiß bleiben).
[23.11.01]
Die FAZ hat mir sehr gefehlt. Ab heute wird sie wieder zu mir nach Hause geliefert.
[30.11.01, fr, 17:47]
Im November 2001 war ich rund 7 Stunden für nicht mal 10 DM online, ohne das Surfen zu vermissen.
[01.01.02, di, 8:30]
Im Dezember 2001 war ich 17 Stunden und 15 Minuten für 21,50 DM online.
Das ist deutlich mehr als im November, aber noch vertretbar, wie ich finde.
30 DM bzw. 15 Euro sollten die Kosten aber nicht übersteigen.