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Jahresrückblick 2002

[30.12.02, mo, 12:10]

Ich hatte ein gutes Jahr, für mich gab es mehr gute als schlechte Erlebnisse.

Bei allem, wo ich Einfluß nehmen könnte, bin ich zufrieden. Aber auch bei den meisten Ereignissen, die ich nicht beeinflussen konnte, habe ich keinen Grund zum Meckern.

 

Nachdem ich im Herbst 2001 nach fünf Jahren Pause wieder an die Uni ging, setzte ich im Sommer 2002 und Wintersemester 2002/03 fort.

Zwar habe ich nicht alle meine Ziele erreicht, aber ich war wohl nicht zu mehr bereit.

Ich bin mit meinem Studentenleben zufrieden und habe schon Pläne fürs Sommersemester 2003 gemacht.

 

Fast ein halbes Jahr habe ich eine Frau geliebt, wie ich noch nie eine Frau geliebt habe. Leider oder zum Glück, wer kann das schon sagen, hat sie mich nicht geliebt.

Ich hatte viel Spaß und neue Erfahrungen mit S., aber auch viel Ärger. Na ja, ich scheine ja auf solche Frauen zu stehen.

Die Erlebnisse mit S. möchte ich auf keinen Fall missen, und würde mich wohl wieder in ein ähnliches Abenteuer stürtzen.

Wenn ich ehrlich bin, wird mir immer noch warm, wenn ich an S. denke und sie vor mir sehe. Sie ist eine sehr intelligente und starke Frau, die toll schreibt und immer wieder den Mann in mir energisch aufweckt.

 

Vor einiger Zeit schrieb mir eine andere Frau. Mit MC habe ich Dinge getan, die ich noch nie getan habe, von denen ich mir auch nicht vorstellen konnte, sie einmal zu tun.

Virtueller Sex umschreibt das nur oberflächlich. Im Dezember-Tagebuch habe ich einiges zitiert.

 

Sehr geärgert hat mich das Vorgehen der Commerzbank, bei der ich seit 10 Jahren bin. Auf Anweiung von oben wurde mein Dispo auf null gesetzt. Das löste eine Finanzkrise aus.

Aber auch die hat etwas Gutes: Ich werde bei meiner neuen Bank keinen Dispo. So löse ich ein Problem, bevor es auftritt, denn wenn ich wieder einen Dispo hätte, würde der Stück für Stück wieder großer werden.

 

Sehr schön und sehr aufschlußreich war Weihnachten bei meinem Eltern.

Was ich über meinen Vater, meinen Bruder und meine Mutter erfuhr, erklärte mir wieder vieles.

Ich bin froh, daß wir Kontakt haben, denn ohne Familie ist es schlimmer als mit einer, mit der man nicht voll zufrieden ist. Falls sowas überhaupt möglich ist.

Wobei ich nicht sagen will, ich sei mit meiner Familie unzufrieden.

 

Stolz machen mich unter anderem meine Erfolge beim Laufen und für meinen gesunden Blutdruck sowie beim Abspecken.

Daß die 93 Kilo nicht halten konnte, sehe ich nicht dramatisch. Ob es das Nichttrinken oder das Nichtrauchen waren, immer habe ich mich in Etappen auf mein Ziel zubewegt.

 

Ins Jahr 2003 gehe ich zuversichtlich.

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