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Versuch meiner Gesundung

[16.08.98]

Hier fasse ich die Texte zusammen, in denen ich mich hauptsächlich mit meiner Gesundung beschäftigt habe.

Ich habe in meiner Selbsttherapie sehr viel geschafft. Allerdings kam der Spaß zu kurz. Mit dem Trinken oder Rauchen aufzuhören oder eigene Hemmungen, gleich welcher Art, zu beheben, ist sehr anstrengend und macht keinen Spaß!! Überhaupt keinen Spaß!!!

Ich brauche einfach eine Pause, möchte mich wieder mehr den schönen Dingen widmen. Und auch auftankten. Die Konzentration auf mein Studium wird noch viel Kraft kosten. Also fahre ich die Selbsttherapie herunter, beschäftige mich mehr mit sehr angenehmen Dingen - dann wird Kraft in mir wachsen, die ich fürs Studium benutzen kann... So wünsche ich mir meine nächste Zeit.


Die einzelnen Beiträge: Psycholabor.


[01.06.00]

am 03.05.00 eröffnete ich eine neue rubrik: geschehen.

geschehen sollte mir eine teilung ermöglichen, um mehr eins zu werden. indem ich technisches von psychischem trenne, wollte ich mir mehrÜberblick und eine korrekte zuordnung geben. vom streben, immer ein ganzes zu sein, verabschiede ich mich. nachdem ich jahrelang ein ganzes sein wollte, nehme ich mich jetzt als in teilen lebend an. was vollkommen natürlich ist. jeder ist bei freunden anders als beim finanzamt! und ich werde an der uni nicht so sein können, wie ich es zu hause bin. wichtig ist nur, daß ich an der uni nichts bin, was mir schadet.

in geschehen sehe ich eine weitere vorbereitung auf meinen wiedereinstieg als student. - nachdem ich die abläufe, mit denen ich meinen lebensunterhalt verdiene, optimiert habe, damit ich arbeiten und studieren kann, wende ich mich jetzt den feinheiten zu: wie muß ich meine psyche verändern, damit ich mit dem studium fortfahren kann, ohne meine errungenschaften aufzugeben, ohne wieder etwas zu tun, was meinem wohlbefinden sehr abträglich ist. ich weiß nicht, ob ich das auf meiner homepage schon geschrieben habe ... bevor ich mich vom studium zurückzog und hilfe bei psychotherapeuten suchte, fühlte ich mich beim studium, an der uni so beschissen, daß ich mich umbringen wollte, um dem zerreißen meiner seele zu entgehen (siehe selbstmord). verständlich, daß ich danach vorrangig eins werden wollte. jetzt bin ich soweit eins geworden, daß ich mich wieder differenzieren kann, weil als der, der ich hier am pc sitze und meine homepage und mich vervollkommne, kann ich nicht an die uni gehen: ich würde nur die Hände über den kopf zusammen schlagen und wegrennen ... (ich werde ja auf dem laufenden gehalten: esra studiert fleißig psychologie an der uni potsdam, und was sie mir erzählt, festigt meine meinung: mit veränderungen an der uni, die mich gern studieren lassen könnten, sollte ich nicht rechnen, außer ich nehme sie selbst vor.

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