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Tagebuch - Januar 2013

 

Dienstag, 1. Januar 2013

 

[01.01.2013, di, 3:10]

Draußen sind es sechs Grad Celsius.

 

[3:40]

Wurde nicht viel geknallt. Bin nur kurz aufgewacht, ohne aufzustehen.

Munter geworden bin ich jetzt 3 Uhr, weil an die Tür eine Etage tiefer mehrmals geklopft wurde.

Gefeiert wird in der Umgebung nicht mehr: habe das Stubenfenster groß geöffnet - Stille.

 

[9:00]

Draußen sind es zwei Grad Celsius. Schneeregen.

Ist aber windstill, so daß ich das Stubenfenster aufklappen kann, ohne zu befürchten, es wird herausgerissen.

 

[12:05]

Gehe ans Wasser.

 

[12:45]

War zwei Kilometer unterwegs.

Teilweise hat sie Sonne geschienen. War sehr schön am Fjord.

Leider bin in auf einem Pfad mit beiden Schuhen versunken, und mit nassen Strümpfen und Füßen wollte ich nicht zu lange unterwegs sein, obwohl meine Füße nach einige Zeit warm wurden.

Vielleicht lag es am Fjordwasser, in dem ich einige Zeit stand, um Strümpfe und Schuhe von Schlamm und kleinen Steinen zu befreien.

 

[13:00]

Außer daß ich eine auf der viel befahrenen Straße eine zerschmetterte Weinflasche sah, deutete nichts auf die Knallerei zum Jahreswechsel hin.

Eigentlich liegen am ersten Morgen des Jahres ausgebrannte Knallkörper auf der Straße, auf Gehwegen, auf dem Rasen.

Auch die Straße direkt vorm Haus sieht aus wie letzte Woche.

 

[17:25]

Als ich eben im Internet Zeitung las, wunderte ich mich, daß "derselbe Scheiß" wie letztes Jahr geschrieben wird.

Ich hatte tatsächlich erwartet, im neuen Jahr würden Zeitungen besser geworden sein. Dabei geht es ihnen wie um alten Jahr nur ums Geldverdienen und die angeordneten Botschaften zu übermitteln.

Keine Ahnung, warum ich Veränderungen erwartet habe.

Ich war jedenfalls enttäuscht.

 

[17:45]

Ich habe fürs neue Jahr nichts Neues vorgenommen: ich werde im neuen Jahr so weitermachen, wie ich im alten aufgehört habe.

Ich könnte im Moment gar nicht sagen, was ich anders oder besser machen sollte.

 

[18:10]

Ich mag keine Feiertage. Die bringen den gewohnten Ablauf durcheinander.

Lieber eine Woche frei als sieben Feiertage.

 

[19:40]

Abendspaziergang.

 

[20:50]

War viereinhalb Kilometer unterwegs.

Kreuz und quer durch die nähere Umgebung: nur einmal lagen auf der Straße ausgebrannte Knallkörper.

Dabei sah ich in Europris Leute in Schlangen stehen, um Knallereien zu erwerben, angeboten von mehreren Verkäufern an einem vor dem Jahreswechsel nicht vorhandenen Stand.

 

 

[Text wie im Tagebuch von andreasthieme.net.]