01, 03, 06, 11, 12, 13, 14, 15, 17, 24, 27, 28, 30, 31
[01.08.04, so, 8:00]
Auch heute werde ich in meinem HTML-Tagebuch nur wenig schreiben, weil ich die meisten Eintragungen festhalte im Tagebuch, gesetzt in Fraktur (Flash-Dateien).
[03.08.04, di, 14:20]
Die letzten Tage schreibe ich fleißig in meinen Tagebuch, gesetzt in Fraktur.
Das macht mir sehr viel Spaß. Ich schreibe nicht nur sehr gern in Fraktur, sondern lese meine in Fraktur geschriebenen Texte auch sehr gern.
Ich bedaure sehr, daß heutige Bücher nicht mehr in Fraktur gesetzt werden. Na ja, das werde ich nicht ändern können. Dafür gibt es unter anderem von mir einige Seiten, die Frakturschriften wiederbeleben.
[14:40]
Im Moment sieht es nicht so aus, als wenn ich demnächst viel in Schrift mit lateinischen Buchstaben schreiben werde.
Wer also weiterhin mein Tagebuch lesen möchte, lernt Frakturschrifte zu lesen ;-)).
Entsprechende Alphabete finden Sie auf meinen Frakturseiten.
[06.08.04, fr, 21:00]
Ich war fast den ganzen Tag in der Stadt. Als ich nach Hause kam und online die neusten Nachrichten sah, glaubte ich meinen Augen nicht:
Die Süddeutsche Zeitung, das Nachrichtenmagazin Der Spiegel und der Springer-Verlag werden ihre Print- und Online-Titel auf die alte Orthographie umstellen.
Ich kann es nicht fassen: was ich mir seit Jahren wünsche, tritt ein!
Oft habe ich mich gefragt, warum fast alle Verlage und das Fernsehen auf die neue Rechtschreibung umgestiegen sind, und mutmaßte, daß ohne die Unterstützung diese Medien ein Widerstand gegen die sogenannte Rechtschreibreform erfolglos sein wird.
Jetzt haben alle Gegner dieser sogenannten Rechtschreibreform endlich die von mir gewünschte Unterstützung!
Ich glaube nicht, daß sich diese staatlich verordnete "Reform" der deutschen Sprache ohne die Unterstützung der größten deutschen Zeitungsverlage durchsetzen läßt.
Ich freue mich so sehr!
[11.08.04, mi, 11:00]
Als ich in der heutigen Süddeutschen Zeitung Leserbriefe zur Ankündung der Zeitung, nicht mehr in der neuen Rechtschreibung zu schreiben, las, war ich erschrocken über die die Formulierungen des Protestes.
Lesen Sie auf meine Seite Rechtschreibreform 3 - Süddeutsche Zeitung ..., zu welchen Äußerungen sich Befürworter und Gegner der Rechtschreibeform hinreißen lassen.
[12.08.04, do, 9:20]
fraktur.net ist online!
[12:10]
Habe an neuen Rechtschreibregeln gearbeitet.
[13.08.04, fr, 18:17]
Habe heute viel auf fraktur.net, meiner neuen Homepage gearbeitet.
[14.08.04, sa, 13:08]
Die Seiten auf der Subdomain fraktur.andreasthieme.de sind nach andreasthieme.de/fraktur gezogen. Die Subdomain wird gelöscht.
Viel Spaß hatte ich heute vormittag beim Erstellen von and.fraktur.net, dem privaten Teil von fraktur.net.
[15.08.04, so, 8:29]
Habe die Subdomain fraktur.andreasthieme.de wieder bestellt (zum Glück kostenlos), um auf ihr in Fraktur geschrieben Tagebücher zwischenzulagern, bevor sie nach andreasthieme.de/fraktur ziehen.
So erstelle ich die in Fraktur geschriebenen Tagebucher wieder in einem kleinen Umfeld, was viele Arbeiten vereinfacht.
[8:34]
Auf fraktur.net habe ich zum Alphabet in Normal-Fraktur das von Sütterlin veröffentlicht und die Alphabetseite übersichtlicher gestaltet.
[17.08.04, di, 12:03]
Mit meinem in Fraktur gesetzten Tagebuch war ich schon komplett nach fraktur.andreasthieme.de umgezogen, hatte die Dateien auf andreasthieme.de/fraktur/ gelöscht.
Dann sah ich bei einer Abfrage mit einer Suchmasche, daß nicht nur die HTML-Tagebuch-Dateien des Fraktur-Tagebuches bereits erfaßt waren, sondern auch die Flash-Dateien, von denen ich glaubte, sie würden von Suchmaschinen nicht gelesen werden können.
Daß die Suchmaschine einen entstellten Text
Donner+tag, 5. Augu#, 2004, 22 Uhr 40 Sehr bedauere ic, daß ...
anzeigt, spielt keine Rolle, weil die Datei aufgerufen werden kann.
In Frakturschrift, die eine andere Tastaturbelegung nutzt, lautet der Text übrigens:
Donnerstag, 5. August, 2004, 22 Uhr 40
Sehr bedaure ich, daß ...
Also habe ich alle Dateien, die auf fraktur.andreasthieme.de eingebunden waren, wieder zurück nach andreasthieme.de/fraktur/ geholt.
Es gibt nichts Schlimmeres, als daß Suchmaschinen einen Link nicht aufrufen können!
Auf fraktur.andreasthieme.de lagern zur Zeit nur noch einige Dateien, damit die Suchmaschine, die ich heute morgen beauftragt habe, nach fraktur.andreasthieme.de zu sehen, sich nicht umsonst auf den Weg macht.
Damit hat sich die Frage, ob ich mein in Fraktur gesetztes und in Flash-Dateien gespeichertes Tagebuch auf andreasthieme.de lagere oder mit ihm nach fraktur.andreasthieme umziehe, erledigt: die Dateien, die von Suchmaschinen erfaßt sind, bleiben auf andreasthieme.de.
Und da ich die gleichen Dateien nicht in zwei Orten lagere (bei immer wieder nötigen Korrekturen muß ich sonst zweimal ändern), werde ich auf fraktur.andreasthieme.de höchstens neue Tagebucheinträge anlegen.
Oder das alles als Fügung des Schicksals betrachten und mein in Fraktur geschriebenes Tagebuch nicht auf fraktur.andreasthieme.de fortsetzten, sondern auf andreasthieme.de.
Meine Homepage aufzuteilen, fand ich ohnehin nie gut. Es sei denn, ich lege einen Homepage an, in der Persönliches nicht hauptsächlich vorkommt, wie in fraktur.net oder vormals in kopfdemokratie.de.
[15:05]
Aus meinem kleinen Mittagsschlaf bin ich mit dem Gedanken aufgewacht, die Subdomains zu löschen.
Das habe ich eben getan.
Subdomains konnte ich nie richtig leiden und benutzte sie eigentlich nur gern zum Testen, nie um dauerhaft Angebote abzulegen.
Lieber würde ich die Domain andreasthiemefraktur.de beantragen als die Subdomain fraktur.andreasthieme.de zu benutzen. Frag mich einer warum, keine Ahnung. Aber es ist so.
Deshalb war auch fraktur.andreasthieme.de die erste meiner unzähligen Subdomains, die ich in einer Suchmaschine angemeldet habe.
[15:15]
Nachdem das nun alles geklärt ist, kann ich endlich wieder an meinen in Fraktur geschriebenen Seiten arbeiten.
[18:10]
Habe andreasfhieme.de auf meinen Namen registrieren lassen.
Damit ist nur wirklich alles geklärt ;-)).
[24.08.04, di, 8:55]
Gestern habe ich eine Luther-Bibel von 1534 als Faksimiledruck des Taschen-Verlages gekauft (zum Glück war Teilzahlung möglich, denn 100 Euro hätte ich nicht auf einmal bezahlen können - herzlicher Dank an den Buchhändler!).
[9:15]
Habe die 46 MB große Datei 040312_kurz.mp3 auf dem Server gelöst und biete den Link nicht mehr auf meiner Seite meine neue Musik an.
Die Kurzfassung des Titel bot ich seit 13.05.04 zum Herunterladen an. Nun brauche ich den Webspace für meine Homepage andreasfhieme.de.
[27.08.04, fr, 12:00]
Als ich mit meinem Vater telefonierte (meine Mutter und mein Bruder waren auch im Zimmer und hörten mit) und mich erkundigte, wie es ihm gesundheitlich gehe (er hatte lange Zeit eine Blasenentzündung oder sowas), hörte ich meine Bruder im Hintergrund sagen sehr aggressiv sagen:
Ihr braucht mir ja nur die xx.000 Euro zu geben, damit ich mir einen Transporter kaufen kann.
Das hat mich sehr schockiert.
Nicht, weil mein Bruder so aggressiv ist, sondern weil er es gegenüber meinen Eltern ist. Und dann, so scheint mir, nicht zum ersten Mal.
Ich meine, es gibt wohl einige Gründe, weshalb er seine Eltern anbrüllen könnte, aber sicherlich nicht, daß er schon seit Jahren arbeitslos ist.
Ohne es auszusprechen, macht er seine (und meine) Eltern verantwortlich für seine Arbeitslosigkeit und setzt sie unter Druck.
Sehr massiv.
Nach der gelassenen Reaktion meines Vater mutmaße ich, mein Bruder läßt oft seinen Frust in dieser Form an seinen Eltern ab.
Und erzeugt damit ein Familienklima, dem ich nichts entgegenzusetzen habe: "besser" kann ich nicht sein (schon mit dem Haß, den mein Bruder ist sich hat, würde ich mich selbst zerstören, noch mehr, kann ich mir gar nicht vorstellen); bin ich "schlechter", werde ich wohl gar nicht ernstgenommen.
Werde ich also, um weiterhin von meinen Eltern finanziell unterstützt zu werden, zum schreienden, wütenden, Scheuklappen tragenden Egositen werden müssen?
Nein, daß werde ich mir auf keinen Fall antun.
Wenn mein Geld nicht für Studium und Leben reicht, werde ich lieber mein Studium beenden, als meinen Eltern ihr Leben zur Hölle zu machen, weil ich dadurch meine eigenen Errungenschaften zerstören würde: ich kann keinen Frieden mit mir finden, wenn ich andere unberechtigt bekämpfe.
[28.04.04, sa, 14:00]
Habe eben meine Eltern angerufen und mit meinem Vater gesprochen; meine Mutter hörte zu (Freisprecheinrichtung). Ich sagte, ich werde sehr wahrscheinlich im Frühjahr 2006 mein Studium beende.
Auf die Frage meines Vaters, warum, sagte ich, ich kann nicht noch mindestens fünf Jahre mit sowenig Geld leben wie jetzt:
Mein Vater sagte, ich solle mir keine weiteren Sorgen machen. Es wird sich eine Lösung finden. Welche sagte er nicht.
[30.08.04, mo, 6:30]
Der Tiefpunkt meiner Krise scheint überwunden.
Mir geht es körperlich schon wieder besser, kann aber noch nicht arbeiten, weil mein Kopf noch irgendwie blockiert ist.
[11:00]
Meine Reaktion wurde zwar durch das Erlebnis mit meinem Bruder ausgelöst, ihre Heftigkeit jedoch durch mich vorbereitet: die tägliche, lange, nicht enden wollende und sehr konzentrierte Arbeit beim Abschreiben meiner Luther-Bibel von 1534 schien mir alle Zuversicht zu rauben und gleichsam meine verborgenen Frustration wegen meines endlosen Studium und meine Abneigung gegen mein jetziges Leben aufsteigen zu lassen: Arbeit, Kampf, keine Freuden.
Deshalb schreibe ich seit Samstag, 28.08.04, meine Luther-Bibel nicht mehr ab, sondern kümmere mich wieder mehr um mich selbst.
Immerhin beginnt in wenigen Wochen das Wintersemester, und selbst, wenn ich im folgenden Sommersemester mein Studium beenden sollte, möchte ich mein Ziele im Wintersemester trotzdem erreichen.
Wie jeder andere Mensch auch, muß ich mich erst um meine Belange kümmern, danach kann ich für andere dasein.
[02.08.04, di, 19:00]
Als ich meine Eltern kurz anrief, sagte mein Vater noch einmal, ich brauchte mir keine Sorgen zu machen.
An welche Lösung er dachte, sagte er nicht.