Home | Tagebuch


Tagebuch, Oktober 2003

01, 02, 03, 05, 07, 08, 09, 10, 11, 12, 13, 14, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 24, 25, 26, 27, 29, 30, 31


Mittwoch, 01.10.03

[01.10.03, mi, 8:54]

Ich bereite mich zum Laufen vor.

 

[9:35]

Ich starte.

 

[12:01]

Ich bin zurück vom Lauf 207, war aber noch kurz bei Rewe.

 

DOSENPFAND ist bei rewe kein thema. seit 1.9. werden keine dosen mehr verkauft. für mich kein problem.

ich mag umweltminister jürger trittin nicht, aber wenn sein eigentliche ziel beim dosenpfand war, auf getränkedosen ganz zuverzichten, dann hat er das clever eingefädelt und scheint es zu erreichen.

 

[14:11]

Mein heutiger Lauf war ein wunderbarer Abenteuerlauf: er stellte meinen Körper und meine Seele zufrieden.

Einzelheiten lesen Sie unter Lauf 207.

 

FRANKFURTER RUNDSCHAU in neuem Layout. Gefällt mir. Leider schreiben die Autoren in gleicher Weise über die gleichen Dinge.

 

NEUE RECHTSCHREIBUNG nervt mich nicht mehr so. Wenn ich dass sehe, wird in meinem Kopf daß daraus. Aus kennen lernen wird kennenlernen. Usw.

Im übrigen denke ich, wenige Leute unterscheiden richtig stellen und richtigstellen, insofern wird es wenige stören, daß es nur noch richtig stellen gibt.

Mir ist schon klar, daß durch die neue Rechtschreibung die deutsche Sprache nicht leichter und außerdem ärmer wird, aber jeder kann zu Hause doch schreiben, wie es ihm gefällt. Jeder kann in der neuen Rechtscheibung schreiben oder in der alten oder in einer eigenen. Das neue ich Demokratie.

 

Überhaupt halte ich die VERWEIGERUNG als das letzte legitime Mittel, zu protestieren.

Der Handel ist nicht mit dem Dosenpfand einverstanden, also verkauft er keine Dose mehr.

Jemand mag die eine oder die andere Schreibung nicht, also wendet er sie nicht an. Zusätzlich kann er ja seine eigene entwickeln. Die Zeitungs- und Buchverlage, TV-Sender tun das ja auch.

Sicherlich wird sich irgendwann eine Rechtscheidung durchsetzen, die eine Mischung aus alter (ich lese bei Medien, die in der neuen Rechtscheibung schreiben, kaum noch aufwändig, sondern aufwendig), neuer (Spass - nein, das war nur mein Spaß) und eigener (nur noch zusammen fassen) ist.

Denn die Idee, weniger lange Worte zu haben, wird zur Zeit nicht richtig erfüllt, weil man eben immer noch auch zusammenfassen schreibt. Konsequent wäre es doch gewesen, wenn man auch zusammenfassen nicht mehr zuläßt, nachdem man richtigstellen gestrichen hat, oder?

 

[15:42]

Vor meinem heutigen Lauf hatte ich kaum Hunger und keinen Appetit - ich habe nur trockes und wenig Brot gegessen.

Nach dem Lauf sind meine Lebens- und Appetitgeister wieder erwacht. Oder wiedererwacht? Ich muss nachsehen. Oder nach sehen?

Ich möchte nicht nur, dass man nur noch kennen lernen und richtig stellen schreibt, sondern auch die auf gehende Sonne, nicht nur allein Erziehender, sondern auch glücklicher Weisse (statt immer noch das lange glücklicherweise), damit niemand denken könnte, glücklicher Weise hat jemand geschrieben, der sich nicht getraut, ß statt ss zu schreiben.

Verstehen Sie, was ich meine?

Ich wäre mit der Rechtschreibreform einverstanden, wenn die Kommissionen ihre Arbeit ordentlich gemacht hätte, statt sie auf alle deutsch-schreibenden Bürger abzuwälzen.

Aber ist das denn in unserer sogenannten Demokratie schon mal anders gewesen, gerade in der letzten Zeit: Was auch von der Regierung auf den Weg gebracht wurde, ist Stückweg, nichts als ein Versuch, seine Wichtigkeit zu rechtfertigen.

 

SCHWEDEN STIMMT GEGEN DEN EURO und hier reden sich leute auf, die schweden wollen nur das gute von europa, ohne die risiken zu tragen.

ich denke, in deutschland gäbe es noch keinen euro, wenn man die deutschen gefragt hätte. ich vermute, es würde den euro als bargeld überhaupt noch nicht geben. und die staaten, die sich jetzt um den euro reißen, hätte auch gern die d-mark genommen.

wenn der euro hauptsächlich dazu dient, Kongruenz fähiger [diese veränderunger der neuen rechtschreibung finde ich cool: Angst ein flößend, Dienst Abend der Beamter ;-))] gegenüber der us wirtschaft zu sein, hätten wir den DOLLAR in europa einführen sollen.

dann hätte man die veränderungen der rechtschreibung auch besser erklären können.

 

nach dem lauf habe ich wieder appetit bekommen. nicht nur zum naschen, sondern auch wieder mal zum schreiben.

die lust zum naschen kam einfach durch den lauf und die veränderung meines hormonspiegeln oder was auch immer.

die lust auf schreiben kam, weil ich mir während des laufes versprochen habe, ich werde auch auf DE so schreiben, wie ich es auf ORG vorhatte.

 

und jetzt gehe ich noch mal zu rewe und kaufe mir ein mineral wasser in einer tollen plastik flasche, die wie eine glas flasche aus sieht.

das wollte ich vor hin, gleich nach dem lauf, schon tun, hatte aber nur geld für husten bonbons mit.

... bei dieser recht schreibung braucht man keine silben trennung mehr - irgend wie wird die zeile immer richtig aus ge füllt. ;-)).

 

man, hab ich wieder mal richtig spass!

die drei wochen vertretung einer zeitungstour hat mich sehr an meine zeit erinnert, als ich noch sehr viel arbeitete, mich immer wieder antrieb, durchzuhalten, durchzuhalten, und alte wunden aufgerissen.

der streß, den ich mir selbst machte, ließ mich wieder fühlen, wie tot mein leben war, wie ich immer nur leben in mir spürte, wenn ich schön besoffen oder durstig auf entzug war.

 

jetzt fällt mir gerade ein: so richtig schön besoffen abends wieder allein zu hause, und dann diese gleiheit, aber selbst beim wichsen ist nichts mehr passiert, außer das mein schwanz immer kleiner wurde, so klein, daß ich ihn kaum noch greifen konnte. trotzdem habe ich nicht aufgehört. deutlicher sehen, daß ich keinen sex will, konnte ich doch nicht. aber warum sollte ich total richtig schön besoffen mehr auf meine gefühle hören als nüchtern? selbstmißbrauch war damals für mich nomal.

 

ich weiß nicht, ob ich es mir finanziell leisten kann, aber im grunde möchte ich mir versprechen, solch eine arbeitsbelastung wie die letzten drei wochen mir nicht mehr anzutun.

die meisten meiner seelenteile würden sich über solch ein versprechen freuen und würde auf vieles verzichten, um zu zeigen, wie wichtig ihnen die einhaltung ist.

aber einen seelenteil gibt es - der ist zur zeit zum glück nicht im fokus -, der gern wieder so viel arbeiten möchte.

er war es auch, der jeden tag zu mir gesagt hat: wir haben die arbeit übernommen, deshalb müssen wir sie ordentlich machen - also beeilt euch, wir wollen bis um sechs alle zeitungen ausgetragen haben.

wir wollten nicht, wir mußten!

wer will sich schon sagen lassen, nicht ordentlich zu arbeiten.

wer will sich schon sagen lassen, auf kosten unsere kinder zu leben.

deshalb sagt sich nur mit einem schlechten gewissen, man ist gegen den dosenpfand, man findet es perserv, ÜBERALL windräder aufzustellen, übereilt, aus der atomenergie auszusteigen, ohne weniger strom zu verbrauchen und lieber bißchen mehr kohle, gas oder was weiß ich zu verheizen.

deshalb sagt sich nur mit einem schlechten gewissen, man ist gegen die neue rechtschreibung, wo sie doch das schreiben gerade für unsere kinder einfacher macht.

Deshalb hasse ich IDEOLOGIE, weil alles, was ein GUTER macht, auch gut sein muß.

(Selbstverständlich ist nicht alles schlecht, weil es ein SCHLECHTER macht.)

 

[16:35]

Ich gehe jetzt zu Rewe und kaufe mir ein Mineralwasser in einer Platikflasche, die wie eine Glasflasche aussieht. Nachsehen interessiert mich nicht mehr, ich sehe nach vorn.

[nach oben]


Donnerstag, 02.10.03

[02.10.03, do, 11:03]

Der heutige Tag kann nicht so schön werden wie der gestrige. Schon mal weil heute das Wetter verregnet und trüb ist und ich nicht laufe.

Auf Traffic lesen Sie, wie lange ich im September 2003 online war und welchen Traffic mein Surfen und meine Homepage verursachten.

 

[11:05]

meine zahnbrücke ist mir gestern rausgefallen. sie hat zwei fehlende untere rechte backenzähne überdeckt.

dann war mein eindruck vor einigen tagen, sie wackle, also richtig.

durch normalen abnutzung wurde sie am hinteren stützzahn immer flacher, so daß die brücke während 12 oder 13 jahren dünn- und ihre befestigungsstifte von außen abgebissen wurden.

[nach oben]


Freitag, 03.10.03, 13. Tag der Deutschen Einheit

[03.10.03, fr, 5:25 - 13. Tag der Deutschen Einheit]

Draußen sind es 5 Grad. Ich wiege 97 kg. Es ist noch dunkel.

 

[6:15]

In einer Wettervorhersage lese ich eben für Berlin "wolkig und Regenschauer". Vielleicht sollte ich dann doch lieber jetzt laufen, obwohl es noch immer dunkel ist.

 

[6:22]

Gestern vormittag und nachmittag habe ich einigen Menschen eine Mail anschläßlich des heutigen Tages der Deutschen Einheit geschrieben.

Unter anderem auch S., mit der ich seit meinem Mail vom 04.08.03 keinen Kontakt mehr hatte. Jedenfalls keinen direkten mehr. Gedacht habe ich oft an sie. Auch ist sie noch in meinem Herzen.

So stark, daß ich mich nicht auf eine andere Frau einlassen kann. Nicht, weil ich nicht wollte, sondern weil ich nicht kann.

Das Nichtkönnen ist keine Frage der Kontaktaufnehme meinerseits oder fehlender Angebote, sondern ein seelisches Problem, das sich, so sagt mir meine Erfahrung, auch körperlich auswirken wird: mein Schwanz will einfach keine andere Frau.

Na ja, total abgeneigt ist er nicht, aber im Grunde will er keine andere Frau, hat aber Lust auf Sex und läßt sich so auch "überreden". Jedoch sind wir dann nicht mit jemand zusammen, sondern haben "nur" Sex. Das mag ich eigentlich nicht bzw. ich mag mich dann nicht.

Ich bin dann jemand, der ich nicht sein möchte. Ich finde mich nicht gut, wenn ich mit jemand etwas tue, ohne etwas mit ihm zu haben.

Dann ist es mir lieber, mich selbstbefriedigen. Das finde ich mir und dem anderen gegenüber ehrlicher. Dabei ist mir wichtiger, mir gegenüber ehrlich zu sein. Zu oft habe ich etwas getan, was ich nicht wollte, nicht nur sexuell.

Daß ich noch so sehr seelisch und körperlich auf S. fixiert bin, läßt mich in gewissen Maße verzeifeln, weil ich nicht nur S. nicht bekommen kann, da sie mich nicht will, sondern auch keine andere bekommen kann, da ich keine andere will.

Ich habe S. auch aus dem Grund geschreiben, um für dieses Problem eine Lösung zu finden.

Die muß nicht darin bestehen, daß S. und ich zusammenkommen. Mich behindet meine Fixierung auf S., und das Problem möchte ich lösen.

S. hat mir schon einmal geholfen. Es ging im meine Fixierung auf meine Mutter, die mir nicht bewußt war. Immerhin lebe ich schon seit über 20 Jahren im eigenen Haushalt.

Gestern abend hat S. geantwortet. Allerdings nicht zur beschriebenen Problematik, denn die war nicht Thema meine Mail.

 

[6:35]

Draußen steigt Nebel auf. Wie toll wird es dann am Wasser sein!

Ich bereite mich aufs Laufen vor.

 

[7:10]

Ich starte.

 

[9:33]

Ich bin zurück vom Lauf 208.

War noch einige Zeit bei jemand aus dem Haus.

 

[10:55]

Heute wog ich 97 Kilo, als ich zum Lauf startete.

Nicht nur vorgestern, sondern auch gestern habe ich gut und reichlich gegessen.

Vermutlich habe ich gleich wieder Speck angesetzt, den seit gestern nachmittag habe ich kaum etwas gegessen. Die 97 Kilo wiege ich also nicht, weil mein Magen oder meine Därme noch gefüllt sind.

Na ja, ist auch eine Übung: einmal richtig den Bauch vollzuschlagen, andermal sich zurückzuhalten. Immer gleich viel oder wenig zu essen, ist vielleicht gesünder, aber weniger natürlich. Jedenfalls für ein "Raubtier", das ich ja irgendwie doch bin.

 

[15:55]

Jetzt regnet es. Der Himmel ist total grau.

Gut, daß ich heute morgen gelaufen bin. Da schien die Sonne zwar auch nicht, aber Nebel hat doch was, oder.

 

[16:12]

Eine Rundmail von Dieter Dümmlich (siehe auch Einträge im Gästebuch 2003) ist angekommen.

Der Text:

Wettervorhersage: Über Berlin lacht die Sonne, über Deutschland die ganze Welt.

Axel Schröder: Früher mußte man seinen Müll noch mühsam im Wald vergraben. Heute gibt es eBay.

Ich habe geantwortert:

zur zeit regnet es über berlin, der himmel ist total grau.

und

ich habe meinen müll nie im wald VERGRABEN.

 

[16:51]

Was mir auf den Sack geht: Nicht nur, daß in der Nacht von gestern zu heute der Mieter unter mir unter mir wieder richtig Krach gemacht hat durch laute Musik, lautes Singen und Klatschen, lautes, kraftvolles Tanzen und ich viel meditative Kraft brauchte, nicht aufzustehen und dem Typ nicht eine auf die Fresse zu haun, sondern weiter zu schlafen, jetzt trennt auch noch jemand im Nebenhaus, direkt in der Wohnung neben meiner, Holz oder so mit einer elektrischen Säge.

Wollen die die DDR zurück und protestieren mit ihrer Belästigung gegen den Tag der Deutschen Einheit?

Ich möchte die DDR nicht zurück!

Das einzige, was mich wirklich stört, sind die hohen Kosten für Miete und Krankenkasse. Aber wenn ich damit meinen Preis bezahlen muß, nicht mehr in der DDR zu leben, dann soll es so sein.

 

Worüber ich mich aufrege? Über die Ostalgie? Nein. Ich rege mich auf, weil ich innerhalb kurzer Zeit zweimal aus dem Schlaf gerissen wurde.

[nach oben]


Sonntag, 05.10.03

[05.10.03, so, 11:54]

Das täglich wechselnde Wetter ist mir auf den Magen geschlagen.

Früher hatte ich jedes Jahr im Frühjahr und im Herbst eine Magenschleimhautentzügung, in letzter Zeit bin ich gut über die Wechsel der Jahreszeiten gekommen.

Der extreme Umschlag des Wetter die letzten Tage - einen Tag feuchtes Wetter bei 5 Grad, einen Tag trockes Wetter bei 15 Grad, einen Tag freuches Wetter 5 Grad usw. - ist mir jedoch nicht bekommen.

Deshalb lief ich auch nicht heute morgen.

Zumdem war es nicht nur so kalt wie an den kalten Tagen, sondern so etwas kälter.

Damit hätte ich kein Problem gehabt, wenn es nicht gestern angehnem warm gewesen wäre.

Die Wetterwechsel sind es, die mich belasten, nicht die Extreme.

 

[13:24]

Einiges Interessante habe über J. M. Coetzee, Nobelpreis für Literarur 2003, gelesen.

Besonders neugierig bin ich auf seinen Roman "Schande" geworden.

In der Rezension bei Amazon.de heißt es:

Obwohl er seiner neuen Disziplin täglich viele Stunden widmet, findet er deren erste Prämisse, wie sie im "Communications 101"-Handbuch formuliert ist, geradezu absurd: "Die menschliche Gesellschaft hat die Sprache erfunden, damit wir unsere Gedanken, unsere Gefühle und unsere Absichten einander mitteilen können." Seiner Ansicht nach - die er für sich behält - liegen die Ursprünge der Sprache im Gesang, die Ursprünge des Gesangs wiederum in der Notwendigkeit, die übergroße und ziemlich leere menschliche Seele mit Klang zu erfüllen.

Ich mag Gesang sehr. Ist meine Seele besonders übergroß und besonders leer?

 

[17:53]

Ich starte zum Lauf.

 

[19:00]

Ich bin zurück vom Lauf 209.

[nach oben]


Dienstag, 07.10.03

[07.10.03, di, 10:35]

Mein Magen ist noch nicht wieder gesund.

 

[10:40]

Ich bereite mich auf den Lauf vor.

 

[10:55]

Ich starte.]

 

[11:35]

Ich bin zurück vom Lauf 210.

 

[11:48]

War ein kleiner Lauf: nur zur Sparkasse und zu Rewe.

Ich wollte bzw. konnte nur 3 Euro 50 abheben, weil nur 3 Euro 57 meinem Konto waren. Jedenfalls als ich zu Hause vor dem Lauf online nachsah.

Auf dem Bank angekommen, war um 11 Uhr 10 bereits mein Lohn darauf, obwohl mein Chef das Geld erst 10 Uhr 50 überwiesen hatte.

Das war einen tolle Überraschung!

Da kann ich gleich in die Stadt fahren und sehen, ob ich ein Buch von Coetzee bekomme.

 

Eigentlich wollte ich ja mehr als eine kleine Strecke laufen, schon mal, um mich zu entspannen, aber, obwohl ich geschwitzt habe, war mit trotzdem kalt. Ich werte das als Zeichen, mich erst auszukurieren, bevor ich einen wieder einen längeren Lauf mache.

Ich werde also ...

Tja, was werde ich tun: Bewegung hatte ich genug, geschwitzt habe ich auch mal wieder, müde bin ich, weil nicht richtig ausgeschlafen, gern in die Stadt möchte ich aber auch.

Ich wollte eigentlich vor Tagen sehen, ob ich ein Buch von Cotzee bekomme, mußte mich aber beherrschen, weil ich kein Geld hatte.

 

[12:15]

Ich breche auf in die Stadt. Allerdings fahre ich nicht mir der Straßenbahn (müßte bezahlen, weil ich kein Semester-Ticket mehr habe), gehe auch nicht, sondern laufe bis zum Buchladen.

 

[13:45]

Ich bin zurück vom Lauf 211.

 

[13:50]

Habe das Buch "Warten auf die Barbaren" von J. M. Coetzee (9,90 Euro) gekauft.

Andere Taschenbücher von ihm sind zur Zeit nicht zu bekommen.

 

[14:06]

Hab ich ein Glück gehabt: Jetzt regnet es richtig dolle!

 

[15:27]

Es regnet immer noch, wenn auch nicht mehr so doll.

 

[15:56]

Jetzt scheint die Sonne, als wollte sie sich für die trüben Stunden entschuldigen.

 

[16:58]

Ich werd mich jetzt hinlegen, noch etwas in meinem neuen Buch sehen und dann ein Schläfchen halten.

 

[20:13]

Die Hälfte von "Warten auf die Barbaren" habe ich bereits gelesen (hatte mich zwar zum Schlafen hingelegt, konnte und wollte aber nicht schlafen).

Übrigens in der neuen Rechtschreibung, fast nicht störend.

Das wundert mich nicht, denn bei in der neuen Rechtschreibung geschriebenen Texten, die weder für noch gegen die Rechtschreibreform sprechen sollen, gibt es meist wenige Stellen, die nachhaltig stören. Zumal wenn der Autor oder der Übersetzer sich nicht überdeutlich als ein Befürworter der einen oder anderen Schreibung positionieren möchte, wie ich es beim Übersetzer des Buches vermute.

Jedenfalls schreibt er Alptraum, obwohl die neue Rechtschreibung Albtraum bevorzugt. Ich übrigens auch, denn mit meinen Träumen war ich noch nie, wie kalt sie mich auch machten, auf einer Alp.

 

[Anmerkung am 21.01.06, sa, 17:30: Alptraum kommt wohl daher, daß ein Traum uns alpenschwer auf die Burst drückt: Die Alpen drücken -> Alpdruck -> Alptraum. Deshalb schreibe ich ab heute nicht mehr Albtraum, sondern Alptraum.]

 

Ich mußte mich zu einer Pause zwingen, weil ich mehr an der Geschichte als an den Sätzen interessiert war. Das hat der Text und sein Autor aber nicht verdient.

 

[20:47]

Habe endlich auf S.s Mail geantwortet.

Na ja, eigentlich habe ich nicht geantwortet, sondern kurz mein Problem geschildet, von dem ich bisher keine Ahnung habe, wie ich es ohne S. lösen soll.

Dazu später aber etwas.

Jetzt lege ich mich wieder hin und lese weiter.

[nach oben]


Mittwoch, 08.10.03

[08.10.03, mi, 9:54]

Vor einigen Tagen suchte eine Taube auf dem Boden nachts Unterkunft.

Als ich den Boden betrat, um Wäsche aufzuhängen, flüchtete sie, fand aber nicht das Fenster, durch das sie hereingekommen war. Lange irrte sie immer wieder umher, verstecke sich zwischendurch.

Irgendwann konnte ich sie fangen und der Freiheit übergeben.

Das vermerke ich als Notiz, damit ich den "Kampf" zwischen Taube und mir zeitlich einordnen kann, falls ich auf ihn zurückkommen werde.

Was sich in meiner kurzen Beschreibung nicht weiter spannend anhört, dauerte lange und verursachte ich mir verschiedene und extreme Gefühle. Nicht nur in der Taube, wie ich vermute, die sich so in Bedrängnis fühlte, daß sie sich tot stellte.

 

[10:01]

Gestern abend las ich noch bis gegen halb 11 in großen Teilen den Roman zu Ende.

Ich habe es einfach nicht mehr ausgehalten, nicht zu wissen, wie die Geschichte ausgeht, bevor ich die Augen zur Nachtruhe schließe.

Da ich das Buch Wort für Wort bestimmt erst weit nach Mitternacht geschafft hätte, verkürzte ich "etwas".

 

[10:06]

S. habe ich gestern folgendes geschrieben:

liebe s.!

entschuldige, daß ich erst jetzt antworte, aber ich wollte dich nicht umstürmen, habe also meine gegensätzlichen energien zur ruhe kommen lassen.

ich wußte nicht, ob du auf meine wünsche zum tag der deutschen einheit antwortest, freue mich, daß du es getan hast.

heute möchte ich nur eine kleine mail schreiben ...

kennst du den psycho-therapeuten-witz, wo ein patient mit einer brücken-phobie in die behandlung kommt, geheilt wird, sie allerdings mit einer therapeuten-phobie verläßt?

nachdem wir über meine mutter und mich gesprochen haben, bin ich nicht mehr auf meine mutter fixiert, dafür komme ich nicht mehr von dir los.

wenn ich nicht selbst betroffen wäre, würde ich mich jetzt krumm und schief lachen! ;-))

aber es ist schon sehr nervig, wenn ich eine frau beginne kennenzulernen, aber spüre, ich kann mich ihr nicht vollkommen nähern, weil wesentliche meiner seelenteile immer noch mit dir zusammen sein wollen.

obwohl du und ich wissen, daß wir wohl nie so zusammenkommen werden, wie es mir (zumindest einiger meiner seelenteile) vorschwebt.

meine ursprüngliche idee war, daß wir nur mal kurz zusammen sind, nur solange, bis alle meine seelenteile nicht mehr mit dir zusammen sein wollen.

aber, bisher hat das ja nie funktioniert. im gegenteil.

dann habe ich überlegt, was deine faszination für mich ausmacht, und mir gedacht, ich sollte die bekanntschaft mit einer frau suchen, die in meinen augen das gleiche hat.

die scheint es aber nicht zu geben!

s., allmählich glaube ich, du bist tatsächlich einmalig!

also, bleibt mir nur, nicht mehr auf das, was nur du hast, zu reflektieren. aber gerade das, scheint das wichtigste zu sein.

 

wie auch ich das betrachte, ich komme nicht so recht weiter, verirre mich immer wieder und beende dann das kennenlernen.

 

hast du eine idee, wie man mir helfen kann? oder werde ich nie wieder mit einer frau zusammensein können, weil ich mich von dir nicht lösen kann?

 

solltest du vielleicht deinen "zauber" rückgängig machen, damit meine fixierung auf dich wieder eine fixierung auf meine mutter wird?

 

ach, s., das verzweifelt mich alles sehr (trotzdem habe ich mich sehr bemüht, das problem kurz zu schilden, damit ich dich nicht mehr als nötig mit meinen sorgen belaste).

gestatte mir, daß ich auf deine mail später eingehe ... ?

ich wünsche dir einen schönen abend und eine gute nacht!

hab morgen einen schönen tag!

 

laß es dir gutgehen

liebe grüße

and

 

Heute morgen hat S. geantwortet.

Na ja, ihre Position zu mir hat sich ja nicht geändert.

 

[11:17]

Ich habe auf S.s Mails geantwortet.

Ich lege mich wieder hin. Ich habe heute nacht und auch heute morgen nach der Zeitungstour wenig geschlafen.

 

[14:38]

Ich habe kurz, aber sehr tief und vollkommen entspannt geschlafen.

Das war auch gut, damit mein Magen wieder gesund wird.

 

[15:25]

Ich bin schon wieder müde, und - da Ruhe die beste Medizin ist - werde mich wieder hinlegen.

 

[18:30]

Ich habe "Warten auf die Barbaren" zu Ende gelesen.

[nach oben]


Donnerstag, 09.10.03

[09.10.03, do, 10:21]

Heute konnte ich nach der Zeitungstour nicht ausschlafen, weil seit Stunden jemand irgendwo im Haus handwerkelt.

Also bin ich aufgestanden, obwohl ich sehr unausgeschlafen und mürrisch bin.

Das ist nicht gut für meinen Magen, der sich noch nicht vollkommen erholt hat. Sogar einen kleinen Rückschlag erlitt, nachdem ich gestern Vollkornbrot aß.

So gern ich Weißbrot und Rührerei esse, aber nicht immer zu. Aber genau das war mein Essen seit Tagen.

Ich esse einfach zu gern Vollkornbrot, auch trocken - nun gut, muß ich mich noch etwas gedulden.

 

S. hat mir Mails geschrieben, die mich orgastisch ergriffen haben.

Diese Frau ist selbst morgens, wenn sie kurz nach 6 ausgeschlafen hat, nicht zu bremsen. Einfach klasse!

Leider kann ich auf ihrer wilde Post nicht wild antworten - auch positive Aufregung belastet meinen Magen durch noch mehr Magensäure.

Damit kann ich leben, zumal es S. wohl wieder zu viel würde, wenn ich es ihr gleichtue.

Muß ich aber zum Glück nicht: ich bin zufrieden und befriedigt und genieße meinen Erlebnis- und Glücksrausch.

 

Da ich also nicht schlafen kann, obwohl ich müde bin, werde ich jetzt in die Stadt zur Humboldt-Buchhandlung laufen. Vielleicht sind inzwischen Bücher von Coetzee geliefert worden.

Am Dienstag hatten sie nur noch "Warten auf die Barbaren". Zum Glück, möchte ich sagen, denn ich wollte andere Bücher von Coetzee kaufen und hätte wohl "Warten auf die Barbaren" nicht gekauft, wenn ich hätte wählen können.

Dadurch hätte ich aber ein wunderschönes Leseerlebnis weniger gehabt.

 

[10:50]

Ich starte zum Lauf.

 

[12:04]

Ich bin zurück vom Lauf 212.

Leider gab es keine Bücher von Coetzee.

[nach oben]


Freitag, 10.10.03

[10.10.03, fr, 11:00]

Hat heute schon wieder jemand gebohrt und gesägt oder hat meine ballaststoffarme Ernähung - Scheißweißbrot! - mein Gehirn verwirrt?

Ich bin nicht aufgestanden, als ich Handwerker-Krach hörte, ich wollte nicht wissen, ob ich träume oder nicht, ich habe meinen Kopf in das Kissen gedrückt und auf den knirschenden Zähnen gemurmelt: das kann nicht sein, das kann nicht sein.

Mehrmals.

Ich habe wie gerädert geschlafen. Selbstverständlich nicht wirklich, denn sonst würde ich jetzt nicht am PC sitzen und schreiben. Aber man sagt das eben so.

Ich werde einkaufen gehen. Ich brauche wieder Weißbrot. Mein Magen braucht wieder Weißbrot. Ich hasse es.

Ich esse und esse und werde nicht satt, aber kaum habe ich statt des Weißbrots mein Lieblingsvollkornbrot gegessen, meldet sich mein Magen durch übermäßige Aktivität und teilt mir mit, daß er noch nicht so viel arbeiten will.

Also wieder Weißbrot. Ich hasse Weißbrot, obwohl ich jetzt zu Rewe gehen, um welches zu kaufen.

 

[11:50]

Ich habe den Krach nicht geträumt: das Auto der Klempner steht steht vor der Tür. Schön, daß mein Gehirn durch die Luftkost noch nicht Blasen spuckt.

 

[12:55]

Gestern habe ich die neue Version von OpenOffice.org heruntergeladen. Seither arbeite ich mit mir.

 

[13:34]

Für einige Verwirrung sorgt die neue Rechtschreibung.

Im Coetzee's "Warten auf die Barbaren" (Taschenbuch) las ich auf Seite 116

... obwohl die schmu-
cken Lamellenrüstungen ...

Ich brauche eine Weile, bis mir dämmerte, daß man "schmuk-ke" meint.

Hin und wieder gibt es Wörter, die in der alten Rechtschreibung geschrieben werden, zum Beispiel auf Seite 181:

... steht dort und ißt (statt isst) auf einem gusseisernen Topf ...

Lange überlegt habe ich aber und bin zu keiner Lösung gekommen bei folgender Stelle (Seite 153):

... die stolzierenden Schritte, mit denen er durch den Raum geht, die wohl überlegte Unverschämtheit, mit der er mich mustert ...

Zuerst hatte ich "wohlüberlegte Unverschämtheit" gelesen im Sinne von "gut überlegt", aber geschrieben steht ja "wohl überlegt" im Sinne von "wahrscheinlich überlegt".

Nur gibt es "wohlüberlegt" in der neuen Rechtschreibung nicht mehr!

Das Rätseln über den gemeinten Sinn habe ich damit beendet, daß ich mir sagte, jeder Schreiber trägt Verantwortung für die Verständlichkeit seiner Texte.

Diese Textstelle ist übrigens die einzige des ganzen Buches, in der ich durch die neue Rechtschreibung nicht wußte, was gemeint war.

Auch ich werde wohl mit den Verwirrungen durch die neue Rechtscheibung leben müssen.

 

Aber nicht mit diesen. Nicht selten entzieht sich der Sinn des Gesagten, weil er undeutlich ausgedrückt wird - unabhängig von der benutzen Rechtschreibung.

In der Berliner Morgenpost vom Donnerstag, 09.10.03, las ich:

Im August schloss das Gesundheitsamt das Restaurant für zwei Tage und degradierte es wegen "schwerer und fortgesetzter Verstöße" (darunter "nicht genügend erhitzer Speisen") zu einer B-Kategorie für Gastronomiebetriebe.

Ich stutzte, weil zuviel Kaltspeisen angeboten wurden, wird ein Restaurant geschlossen?

ich bin dafür, die ganzen blöden salate und so, das ist doch nichts für männer! richtig, macht diese pflanzenfresserläden zu!

Dann dachte ich, man meint bestimmt "ungenügend erhitzte Speisen". Oder sicher bin ich mir nicht. Gut, daß ich immerhin verstanden habe, daß Lokal wurde für zwei Tage geschlossen und ist nun nur noch Kategorie B.

Aber im Grunde ist mir das auch egal, denn ich wollte es ohnehin nicht aufsuchen.

Ich esse weiterhin fluchend Weißbrot mit laschen Ruhrereiern und bette, daß mein Magen bald wieder voll funktioniert, damit in meinen Därmer die stinkende Luft keinen Platz mehr hat.

Vielleicht sollte ich

Bekannt aus der TV-Werbung
Luft raus - Power rein!
Der Natur-Quellstoff-Dring

nehmen.

Sie möchten endlich abnehmen,
aber ohne dieses nagende Hun-
gergefühl im Magen? Schluss
damit!

Genau, jetzt wollen Sie nicht mehr abnehmen, sondern sich immerzu sich Ihre schon zu fette Wampe vollschlagen.

 

[18:11]

Ich bin nicht in Berlin geboren (wie mein Bruder), sondern habe nur von 1969 bis 1978 dort gewohnt.

Kann also auch nicht richtig berlinern.

Um so interessierter lese ich in der Berliner Morgenpost, was Kasupke sagt, denn er sagt nicht nur, wie es ist, sondern auch in die Sprache von die Berliner.

Heute veröffentlichte die Berliner Morgenpost folgenden Leserbrief:

Seit jestern schneide ick mir den Kasupke aus. Denn wird er uffjeklebt, innen Ordna jeheftet (der Artikel) und somit der Flüchtichkeit vons Oogenblick entrissen. Junge, Junge - der (Herr Kasupke) hat wat uff'm Kasten! So ville klare Sicht uff die Dinge von dit Lebn. Imma wieda erfreulich, wie Kasu de ernsthaftichsten Sachen humorich rübabringt.

Mehr kann ma dazu nich sajen.

Übrigens: meist lese ich die Berliner Morgenpost täglich, und wenn, dann vor der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, quasi als Appetitanreger.

Vor Jahren hatte ich die Berliner Morgenpost sogar abonniert, aber damals war sie mehr Hauptstadt- und Deutschland- als Regional-Zeitung und immer sehr informativ.

Seit einiger Zeit teilt sie sich die Arbeit mit der Welt (beide Springer-Verlag), so daß die Berliner Morgenpost nur noch auf wenige Seiten über Politk, Wirtschaft und Wissenschaft berichtet, den größten Teil ihres Umfangs Berlin widmet. So aufschlußreich die Artikeln auch sein mögen, Lokales interessiert mich nicht sonderlich.

Jedenfalls nicht in der Zeitung. Dann schnattere ich lieber mit jemand aus dem Kiez und laß mir das Örtlich-Alltägliche von einem wirklichen Insider direkt erzählen. Brühwarm, sozusagen.

 

[20:20]

Habe S. auf eine ihre Mails geantwortet.

Habe mich bewußt zurückgehalten, nicht nur, weil mein Magen auch keine positive Aufregung verträgt, sondern auch, um den Mail-Kontakt zwischen S. und mir nicht wieder in wildeste Höhe zu treiben. Das geht nur, wenn ich nicht nachlege. Irgenwie scheint es mir, S. möchte immer "Erste" sein. Nun gut, kann sie ja.

Ich hoffe, ich kann weiterhin sparsam sein, denn ich brauche S. noch für einiges, das, so bin ich überzeugt, derzeit nur sie für mich tun kann.

 

[21:00]

Ich wieder die Kassette, die mir jemand geschickt hat, vom ich noch immer nicht weiß, wer er oder sie ist.

Darauf sind so schöne Lieber, daß ich Lust bekomme, wieder mal Musik zu machen.

 

[21:10]

Morgen werde ich nochmals in die Stadt gehen, um zu sehen, ob es endlich wieder Bücher von Coetzee zu kaufen gibt.

Es ist Wochenende, und ich möchte mir ein schönes Wochenende mit einem Buch von Coetzee machen.

Gute Nacht!

Allen ein schönes Wochenende!

GOTT schütze euch!

[nach oben]


Samstag, 11.10.03

[11.10.03, sa, 17:20]

Ich konnte meinen Nachmittagsschlaf nicht beenden, weil von unter mir wieder Musik drängt, nicht so laut, daß es als Ruhestörung eingestuft werden könnte, aber laut genug, um mich zu wecken.

Jetzt, wo ich auf den Beinen bin, ist wieder NICHTS zu hören. Ob der heimliche (aus Sicht des Vermieters) Untermieter die Wohnung nutzt und unentdeckt bleiben will?

Nicht nur einmal sagte der Mieter mir gegenüber, wenn ich meinte, so leise wie letzte Woche kann es doch immer sein: man hört, daß du zu Hause bist und Musik hörst, fühlst sich aber nicht belästigt, so ein Quatsch, er sei gar nicht zu Hause gewesen.

Ach, leck mich am Arsch! Und steck mir den Finger rein ...

Sonst bin ich nicht so zimperlich, aber dieses Weißbrot raubt mir den Verstand: ich esse und esse, fühle mich aber leer, nur mit Luft gefüllt, setze aber am Unterbauch deutlich Speck an, wiege aber nicht unbedingt mehr, weil ich ja nur Luft in den Därmen habe.

... damit die Luft endlich entweicht.

Ach, das kotzt mich so an. Dabei habe ich eigentlich einen guten Tag: heute morgen habe ich das Geld für die zusätzliche Arbeit bekommen, in der Humboldt-Buchhandlung bekam ich endlich weitere Bücher von Cotzee zu kaufen, auf der Brandenburger Straße traf ich S., eh, ja man, seit Monaten wieder habe ich S. gesehen, bei Rewe habe ich doch noch meine neuen Lieblings-Husten-Bonbons bekommen, mit meinen Eltern habe ich toll telefoniert.

S. hat mich nicht gesehen. Ich wollte sie nicht ansprechen, weil sie in Begleitung war und ich das Gefühl hatte, unpassend zu sein.

Ich habe sie mit dem gutaussehenden Herren zu Kaiser's reingehen und rauskommen sehen.

S. ist cool!

Als ich sie so sah, dachte ich, man (selbstverständlich meine ich mich) sieht uns unsere seelenverwandtschaft an. Wenn wir nebeneinander gehen würden, erst recht, da wir beide sehr weiten Hosen in der gleichen Farbe tragen, könnte man von denken, wir wären Geschwister, weil wir einen ähnlichen Gang und Körperhaltung haben. Die Philosophen: irgendwie sind sie nicht zu erschüttern und locker, wenn der Kopf nicht immer zu schwer wäre.

Falls ich damit die richtigen Worte gefunden habe, um die Bilder zu beschreiben, die sich in diesen grandiosen Augenblicken in mir bildeten.

[nach oben]


Sonntag, 12.10.03

[12.10.03, so, 4:55]

Draußen sind es 5 Grad, der Himmel ist klar und es scheint Vollmond. Ich wiege (gestern nachmittag, teilweise endlich wieder mit Vollkornbrot, vollgefressene) 97 Kilo und mache mich zum Laufen fertig.

Vorerst in Gedanken.

Ich kann mich dem Vollmond nicht entziehen. Ich bin noch nie nachts bei Vollmond gelaufen. Nachts ist es schon noch, denn wenn der Mond nicht scheinen würde, wäre es stockdunkel.

Denn wenn ich jetzt vor dem PC sitze und schreibe, gestehe ich, lieber zu schreiben als zu laufen.

Ach, hätte ich doch mindestens zwei Körper...

Und mehrere Seelen, denn gestern las ich drei Bücher von Coetzee an, würde in jedes hineingezogen und kann ich mich entscheiden, welches ich zuerst lesen soll.

Gestern kaufte ich mir in der Homboldt-Buchhandlung das Buch (ich muß "Buch" schreiben, weil ich es als Suchwort brauche, um in meiner Homepage, die auch meiner eigenen Erinnerung dient, die Orte zu finden, in den ich den Erwerb von Büchern notiere), also:

Gestern kaufte ich mich das Buch "Im Herzen des Landes" von J. M. Coetzee, 8,90 Euro, obwohl ich auf der Suche nach Coetzee's Büchern "Leben und Zeit des Michael K." (8,90 Euro) und "Schande" (9,90 Euro) war.

Die kaufe ich mir aber auch, alle als Taschenbücher. Die "Eiserne Zeit" jedoch nicht. Ich glaube, ich habe richtig entschieden, wobei schon zwischen drei Romanen zu wählen mir bisher nicht gelungen ist.

Auch kann ich nicht nur nicht entscheiden, ob ich jetzt laufe oder schreibe, sondern auch nicht, ob ich weiter an meiner Homepage oder an einer Mail für S., die ich gestern abend begonnen habe, schreibe.

Eigentlich kann ich mich auch nicht entscheiden, ob ich in Coetzee's Romanen lese oder die Mails von S., die mich gleichermaßen anregen.

Zudem möchte ich gern mehr über meine gestrigen Erlebnisse notieren.

Und der Mond bewegt sich weiter. Die Sonne auch. Nicht mehr lange, und sie geht auf. Dann wird mein Lauf keiner mehr sein, in dem das Licht des Mondes dominiert, sondern Sonne und Mond werde beide ihren Schein auf mich richten.

Obwohl diese "Unentschlossenheit" zum meiner jetzigen Situation paßt, möchte ich doch nur den Mond als Begleiter meines heutigen Laufen haben.

Deshalb mache ich mich jetzt auch tatsächlich fertig zum Lauf. Es ist 5 Uhr 39.

 

[5:50]

Ich starte zum Lauf.

 

[6:48]

Ich bin zurück vom Lauf 213.

 

[8:30]

Mein Sonntag war bisher wunderbar, auf natürlicheweise und durch körpereigene Drogen berauschend: ich hatte einen sehr schönen Lauf bei Mondschein, habe schon eine Mail an S. geschrieben (während ihre Mails von gestern noch in mir nachklingen); wenn jetzt noch der "Iceman" Kimi Räikkönen Formel 1-Weltmeister wird, feiere ich heute, bis sich die Balken biegen!

 

[9:30]

Mein Vater hat mich zurückgerufen.

Er ist Michael Schumacher-Fan und freut sich über seinen verdienten Sieg.

Ich sage, ich finde doof, daß heute ein Rennen gewonnen wird, weil ein Fahrzeug beim Tanken ein Zentel schneller wieder auf der Strecke ist. Als wir früher zusammen Formel 1 gesehen haben, haben die Autos während des Rennens nicht getankt.

Er sagt, er wisse das nicht mehr.

Ich sage, ich erinnere mich noch genau. Zum Ende hin wurden die Autos immer schneller. Auf meine Frage, hast du gesagt, weil sie weniger Benzin im Tank haben. Ich dachte, viel Benzin, viel Brandgefahr, viel Angst. Ich fragte dich. Du hast geantwortet: weil sie leichter werden. Aha, Formel 1- Fahrer haben keine Angst, dachte ich.

Mein Vater findest diese Rennen, die in der Box entschieden werden, auch nicht spannend. Er sagte, er wisse auch nicht, was das soll.

 

Wir schlagen also vor: Fahrt wieder Formel 1-Rennen ohne Tank- und Reifenstopps!

Auch wenn es nicht viel ökologisch bringt, wenn bei Formel 1-Rennen weniger Benzin verbraucht wird, macht es die Veranstaltung doch sympathischer.

Außerdem wird die Leistung gewichtet: die Fahrzeuge, die viel Benzin verbrauchen, müssen mehr an Bord haben und sind deshalb schwerer, also auch zum Anfang, gleiche Motorleistung vorausgesetzt) langsamer.

 

Der Rennfahrer meiner Kindheit ist übrigens nicht Liki Lauda, der 1976 auf dem Nürnberg-Ring verunglückte und brannte, sondern Jochen Rindt, ein Österreicher, der 1970 in Monza tödlich verunglückte.

Erst heute beim Nachlesen, habe ich erfahren, daß Jochen Rindt kein Deutscher ist, daß ihn die Medien nur gern als Deutschen ausgaben.

 

Als ich mit meinem Vater telefonierte, meinte er auch wieder, ich solle mit dem Studium endlich mal Gas geben.

Na ja. Warum sagt er das oft? Ich hatte doch mit Mitte 20 schon mehr beruflichen Erfolg als er am Ende seines Arbeitslebens.

Ich fragte ihn, ob er, der seit 45 Jahren leidenschaftlich Lotto spielt, ohne einen großen Gewinn gehabt zu haben, seine Seele für einen Millionen-Gewinn verkaufen würde.

Er wußte nicht recht, was ich meinte.

Ich sagte, würdest du, um viele Millionen im Lotto zu gewinnen, deine Seele an den Teufel verkaufen, ihm nach dem Gewinn ausgeliefert und sein Skalve sein wollen.

Mein Vater sagte, nein.

Und genauso bin ich bereit, viel zu tun, um mit meinem Studium zum Ende zu kommen, aber nicht alles. Um jeden Preis werde das Studium nicht abschließen.

[nach oben]


Montag, 13.10.03

[13.10.03, mo, 18:28]

Heute morgen um sechs Uhr waren es null Grad; da Tau auf den Autoscheiben war gefroren.

Am Tage schien die Sonne sehr schön. Ich habe sie genossen, als ich heute Mittag einkaufen war.

Kurz nach 17 Uhr wollte ich noch einen kleinen Spazierung machen, die Zeit nutzen, um Energie zu tanken, bis die Sonne heute untergeht, aber als ich eben eine Mail abgerufen hatte, mußte ich unbedigt sofort antworten.

Nun ist es draußen bereits dunkel. Heute werde ich das Haus nicht mehr verlassen.

Wer mich womit abgehalten hat, Sonne zu tanken? Das wird (noch) nicht verraten. Nur soviel: es ist eine Frau (hier noch einmal meinen ausdrücklichen Dank an dich!), die Sie noch nicht kennen, vielleicht aber kennenlernen werden.

Ich bin selbst sehr gespannt!

Ich würde mich sehr über Post von ihr freuen, zumal sie mehr oder weniger zu einem Thema geschrieben hat, das mich derzeit beschäftigt, wovon ich aber noch nicht geschrieben habe.

jetzt aber schreiben werde.

obwohl es draußen inzwischen um die null grad sind, schlafe ich immer noch, wie ich das im sommer tue, nackt. auch laufe ich in der wohnung noch ohne bekleidung.

da verwundert es nicht, daß ich, wenn die luft direkt über meinen körper streift oder die decke über meine haut streichelt, hin und wieder wilde träume habe.

was ich jedoch heute nach der zeitungstour im traum erlebte, hat sich doch sehr gewundert.

irgendwie bin ich zurück in der armeezeit, als ich anfang zwanzig war, schlank, kraftvoll und unerfahren.

ich sehe in diesem traum mit meinen augen, sehe mich also selbst nicht. wenn es stimmt, was manche psychologen sagen, sehe ich also mit meinem selbst, nicht mit seelenteilen.

ich gehe in den waschraum, um mich zu rasieren. vor dem spiegel, vor dem ich mich immer rasiere, sitzt auf dem tischwaschbecken eine nackte junge frau. links neben ihr steht eine nackte junge frau. die schenkel der sitzenden frau sind geöffnet und weisen zur stehenden frau, so daß ich zartes geschlecht sehen kann, das verschlossen ist. die sitzende frau sieht, erschreckt nicht, als ich eintrete, lächelt an. die stehende frau dreht den kopf nach rechts hinten und blickt mich an. in der rechten hand hat sie einen naßrasierapparat.

ich komme ins grübeln und wache auf.

ich grüble immer noch.

warum erschrecken die frauen sich nicht, als ich, ein mann, in den raum trete, in denen sie nackt sind und sich offentlich rasieren wollen?

ich habe eine "schlimme" ahnung: ich bin auch eine frau!

leider konnte ich im traum nicht an mir heruntersehen.

 

gestern habe ich fotos eines mannes gesehen, der eine frau war. oder einer frau, die ein mann war?

entweder hat ein mann wunderschöne brüste bekommen oder eine frau einen tollen schwanz.

alles am körper, bis auf penis und straffer hoden, sahen wie bei einer frau aus. wie bei einer sehr schönen frau. wenn diese frau ein mann war, war es gerechtfertigt, eine frau zu werden.

andererseits: welcher mann mit eine so schönen schwanz hat den wunsch, eine frau zu werden?

ich war verwirrt. ich wurde erregt.

wie zuletzt bei mail, die mir mc geschrieben hat.

und dann schreibt mir heute eine frau (siehe oben) eine liebe mail und teilt mir mit, sie verschlingt die pikanten details zwischen mc und mir! das hat mir mut gemacht, über meinen heutigen traum zu schreiben und öffentlich über ihn nachzudenken.

 

wer weiß, wer noch alles ein mann ist und von sich als frau träumt. oder eine frau ist, die gern einmal einen mann von hinten ficken will.

ist wohl nicht immer so spannend, auf dem rücken zu liegen, die schenkel und sich selbst zu öffen, um ihn eindringen zu lassen. probiert es ruhig mal aus, wie es ist, in den eindringer einzudringen!

stößt, was immer ihr zum eindringen benutzt, richtig hinein. spürt die macht!

und wenn euer mann, ohne auf eure bereitschaft zu warten, seinen riesen in euch quetscht, dann dringt ihr einfach mal trocken in ihn ein. dann spürt er, war er euch antut.

 

auf diesen fotos, die jetzt wieder vor mir auf dem monitor sehe, zeigt sich mir eine schöne frau, die einen schwanz hat, den ich gern hätte.

nicht weil er so groß ist, obwohl er groß ist, aber nicht zu groß, sondern weil er schön aussieht, wie ich finde. wohlproportioniert.

und obwohl die frau wie eine frau aussieht oder der mann wie eine frau aussieht, versteift er satt. und spritzt ab.

das ist ja irre! hat das meinen traum inspiriert? eine mann-frau, die einen weiblichen und einen männlichen orgasmus bekommt?

 

wenn ich ehrlich bin, beneide ich frauen, denen es irre kommt! ich weiß, nicht wenige frauen kommt es nicht mal richtig, wenn sie es sich selbstmachen. ich jedoch hatte mit meinen frauen meist glück, wenn ich das so nennen darf. jedenfalls gehe ich davon aus. was man so alles liest, wie oft frauen einen orgasmus spielen.

ich sage euch: macht das nicht! wie sollen euer männer denn herausbekommen, was ich wieviel spaß macht. falls ihr einen orgasmus spielen müßt des hausfriedens wegen: jagt den kerl zum teufel!

aber wie oft gibt man sich gerade mit sexuellen unzulänglichkeiten zufrieden, findet sich mit ihnen ab. auch als mann, falls euch das ein trost ist.

 

will ich deshalb eine frau sein? will ich überhaupt eine frau sein oder sagt mir mein unbewußtes etwas anderes?

 

ich frage mich, ob die mann-frau gern eine vagina haben möchte, die sie ja nicht hat, wenn ich das richtig erkenne. oder ob sie mit dem analverkehr zufrieden ist. vielleicht sogar zufriedener als mit vaginalverkehr.

 

ich mutmaße, ein analverkehr kann intensiver als ein vaginalverkehr sein, einfach weil am anus mehr nervenzellen sind.

leider habe ich frauen, die erfahrung mit beiden haben, nie gefragt, was sie favorisieren, wie sich ihre gefühle, ihre orgasmen unterscheiden.

einigkeit wird aber wohl folgende aussage bringen: den kitzler zu kitzeln kritzelt sehr! :-)) :-))

 

[19:40]

Ich finde, das ist ein schönes Schlußwort.

Ich wünsche besonders meinen Leserinnen einen schönen Abend und einen wunderschönen, intensiven, langanhaltenden Orgasmus!

Das ist euer Privileg - kostet es aus, was es auch kostet!

Gute Nacht und viel Spaß!

[nach oben]


Dienstag, 14.10.03

[14.10.03, di, 15:15]

Heute morgen war es das erste Mal nach dem herrlichen Sommer unter null Grad! So kalt wie heute war es mir seit Monaten nicht.

Leider ist meine fast auskuierte leichte Erkältung zurückgekehrt.

Ich werde heute also nicht laufen, weil mir meine Brust (Lunge) und mein Herz etwas wehtun.

 

[15:21]

Die junge Frau, die mir gestern geschrieben hat, ich nenne sie B., hat auch heute geschrieben.

Hat mich ihre gestrige Mail schon sehr gefreut, freute ich mich über ihre heutige noch mehr.

Gestern schrieb sie:

Ich lese dein Tagebuch schon sehr lange und finde es einfach super spannend... und absolut genial, vor allem natürlich immer die pikanten Details zwischen dir und MC! Trotz der Tatsache, dass ich eine Frau bin (oder vielleicht gerade deswegen!) verschlinge ich diese Texte und hoffe, bald einmal wieder so etwas in der Art lesen zu können?

Sie findet mein Tagebuch "einfach super spannend und absolut genial". Ich freue mich sehr, daß ich anderen mit meinem Tagebuch soviel Freude mache wie mir selbst.

Es gibt nicht viel schönes, als daß man macht, was einem Spaß bereitet, und anderen ebenfalls Spaß macht!

Leider, mußte ich ihr antworten, hat MC lange nicht geschrieben. Aber, so schrieb ich weiter, wenn ich wüßte, was ihr Spaß macht, würde ich ihn ihr gern bereiten.

Sie wiederum scheit es aber Freude zu machen, mich machen zu lassen, was mir gefällt.

Das ist, wenn man sich nicht kennt, "gefährlich", wenn man solch dreckige Fantasie wie ich hat, aber als sie ausdrücklich schrieb:

Wie wärs, wenn DU deine Wünsche und Anregungen und Erregungen mir schreiben würdest...? Einfach etwas, was mich dann irre geil zum Orgasmus bringen würde?

hatte ich ihr schon eine Mail geschickt, nachdem ich mich von den Gefühlen und Inspirationen ihrer ersten Mail habe leiten lassen. Jeder Text sendet nicht nur die Worte, sondern auch einen Kontext aus der Art, wie die Worte aneinandergefügt sind.

Plötzlich hatte ich einige Bilder, die mich sehr erregten, und ich dachte mir, was solls, laß deiner Fantasie einfach freien Lauf, das hat B. bisher als "unerkannte Beobachterin" gefallen, bestimmt wird es ihr auch gefallen, wenn es direkt für sie geschrieben wird.

Was ich B. schrieb, veröffentlich ich noch nicht. Vielleicht hat es ihr keinen Spaß gemacht, vielleicht aber auch zu sehr. Ich möchte gern ihre Reaktion abwarten.

Vielleicht veröffentliche ich es auch nicht, wobei, was ich schreib, nicht "schlimm" ist. Finde ich jedenfalls.

Ich fand meine Geschichte geil, und wenn ich nicht so erschöpft durch meine Erkältung sein würde, hätte ich mir richtig schon einen gewichst. ;-))

Oh, ich sehe B. richtig vor mir! Sollte sie mir schreiben, daß es ihr durch meine Geschichte saftig gekommen ist, kann ich mich bestimmt nicht mehr zusammenreißen.

So wir es mir keinen Spaß macht mit einer Frau, die keinen Spaß hat, so habe ich sehr viel Spaß und werde richtig scharf, wenn es der Frau irre kommt.

Das muß ich schon sagen. Und dabei kann es auch richtig "schmutzig" werden. Wenn ich richtig in Fahrt bin, lecke und schlucke ich so ziemlich alles, was eine Frau von sich geben kann. Ziemlich kann ich streichen. Es ist nur eine Frage meiner Lust, nicht des Angebotes.

Jedoch bin ich darauf fixiert, um das der Vollständigkeit halber anzufügen. Ich mag auch sehr, mit einer Frau zu kuscheln und zu schmusen.

Auch wenn ich hin und wieder eine Frau sein möchte, wie ich gestern beschrieben habe, stehe ich nicht auf Männer. Ich bin also eher lesbisch als schwul, wenn ich das so sagen darf.

 

[15:56]

Vielleicht entsteht der Eindruck, ich würde "dummgeile" Frauen bevorzugen, die "alles" mit sich machen lassen und immer die Klappe halten, es sei denn, die haben meinen Schwanz im Mund.

Dem ich nicht so. Ich schätze kluge Frauen, die wissen, was sie wollen und nur mit sich machen lassen, was sie auch mögen.

Außerdem tausche ich nicht nur gern körperliche Signale, sondern auch sehr gern geistige. Im Grunde ist es nicht der Busen, der mich ansieht, sondern der Blick und das, was hinter ihm im Verborgenen liegt.

Ich wollte das mal loswerden, damit kein falsche Bild von mir entsteht.

 

Ich werde mich jetzt hinlegen, um meine Erkältung auszukurieren, damit ich, ohne stärker krank zu werden, morgens ordentlich Zeitungen austragen kann.

 

[18:43]

Eben habe ich mich (wiedermal) grundsätzlich zu meiner Homepage geäußert - siehe Gästebucheintrag vom 14.10.03.

Scheinbar ist das hin und wieder nötig.

Selbstverständlich hat jeder das Recht, auch über meine Homepage seine Meinung zu sagen. Er sollte aber nie vergessen, daß es MEINE Homepage ist!

Sie muß mir gefallen. Die Zeit, Mühe, das Geld, das ich in sie investiere, muß für mich ein Gewinn sein. Wenn Sie Freude an meinem Tun habe, freue ich mich, wie ich vor kurzem bereits schrieb. Falls nicht, lesen Sie meiner Auslassungen doch einfach nicht mehr.

Welche Probleme lassen sich so einfach lösen?

Wie oft MUSS man etwas tun, obwohl man es nicht will? Wie oft wird mit einem etwas getan, und man kann sich weder zurückziehen noch wehren, man MUSS es durchstehen.

Ihnen gefällt nicht, was ich schreibe? Tut mir leid, aber ich MUSS bestimmte Dinge einfach schreiben. Und ich MUSS sie in meiner Homepage schreiben.

Sonst kann meine Homepage ihre Aufgabe als mein virtueller Psychotherapeut nicht erfüllen.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß einer meiner Leser sich wünscht, ich unterdrücke meine sexuellen Fantasien bis mir das Hirn springt und ich triebgestört nach Lustobjekten jage, die ich dann opfere meiner Gesundheit wegen.

Außerdem: nicht nur für B. ist es wichtig, daß ich auch meine "bösen", "schmutzigen" Seiten auf meiner Homepage auslebe - am meisten kranken wir doch daran, daß wir uns gezwungen sehen, Wichtiges unseres Inneren zu verstecken.

Ein Beispiel dagegen setze ich eben auch für mich in meiner Homepage.

Ich habe immer sehr darunter gelitten, mich verstecken, verstellen, ein anderer sein zu müssen. Bereits 1999 schrieb ich auf Mißbrauch darüber.

Ich bitte Sie, ich verlange von Ihnen nichts, was Sie nicht wollen. Ich zwinge Ihnen nichts auf. Bitte verhalten Sie sich mir gegenüber auch so.

Lassen Sie uns Spaß mit einander haben, wenn wir Interessen teilen. Lassen Sie unsere Wege sich zeitweise trennen, wenn wir verschiedene Interessen haben.

Und, bevor Sie mir vorschlagen, was ich alles besser machen soll: machen Sie es doch einfach selbst so, wie es Ihnen gefällt.

Richten Sie sich Ihre Welt so ein, wie sie Ihnen gefällt. Dann werden Sie auch nicht mehr von mir enttäuscht, sondern nur noch von sich selbst.

Wenn Sie Ihre Leben direkter leben, weil Sie mit meiner Homepage und mit mir nicht mehr zufrieden, dann habe ich mit meiner Homepage mehr erreicht, als ich je zu träumen gehofft habe.

 

[19:10]

Leider bin ich noch nicht gesund.

Vorhin schwitze ich wie verrückt im Bett. Auch jetzt, wo ich schreibe, ist mir wieder ganz heiß. Ich hoffe, ich werde nicht kranker, sondern schwitze meine Erkältung aus.

Falls ich in der nächsten Zeit noch wirrer schreibe, dann wohl, weil mein Geist fibert. ;-)).

Seit nachsichtig mit mir.

GOTT schütze euch!

[nach oben]


Donnerstag, 16.10.03

[16.10.03, do, 12:00]

Leider bin ich noch nicht gesund und muß kürzertreten.

Ich neige dazu, kaum, daß ich mich etwas besser fühle, zu übertreiben. Das führt oft zu Rückfällen.

Es ist schon schwer genug, jeden Morgen sehr früh hinaus zu müssen in die Kälte (heute waren es minus drei grad), um Zeitungen auszutragen, und dann noch auf Sparflamme leben!

 

Wie eine Wundermedizin wirkt da die Musik-Kassette, die ich heute morgen aus meinem Briefkasten holte, und die beigelegte Lyrik.

Sie scheint vom gleichen Menschen, ich weiß nicht, ob es eine Frau oder ein Mann ist, geschickt worden zu sein, der mir bereits letztens anonym wünderschöne Musik sandtete.

Obwohl ich durch meine Krankheit nicht sehr intensiv hören konnte, drang die Musik wieder sehr tief in mich ein und erzeugte Gefühle ich mir, die ich sonst nicht oder selten habe. Besonders die langsamen Lieder.

Unbekannter, ich danke dir von ganzem Herzen!

Ich wünsche dir die gleichen wohltuenden Geschenke, wie du sie mir machst!

 

[13:35]

Teileweise sind die Lieder so mystisch, daß ich Jahrhunderte zurückreise. In mein früheres Leben?

Das ist so unheimlich!

 

[18:50]

Vorgestern schrieben zwei Leser ins Gästebuch, daß sie nicht gutfinden, was ich über meine sexuellen Fanasien und Tatsächlichkeiten veröffentliche (siehe die Beiträge von Mitleser und Ein weitere Mitleser).

Zum Glück ist meine Homepage AndreasThieme.de und was ich auf ihr mache, für mich nicht mehr so wichtig wie vor Jahren. Deshalb kann ich jetzt bestimmte Themen uslagern und auf AndreasThieme.org bearbeiten, ohne daß der Nutzer für mich geschmählert wird.

Nebenbei bemerkt: ich schon einmal kurz davor, nichts mehr auf AndreasThieme.de zu veröffentlichen, weil ich mich durch das, was ich bereits auf AndreasThieme.de getan habe und durch die Form, wie ich es tat, in eine bestimmte Richtung getrieben, gezwungen sah. Eingeengt.

Und das ist genau das, was ich am wenigsten leiden und brauchen kann!

Aber, wie man ein errichtete Haus nicht beliebig verändern kann, ohne es abzureißen und neuzubauen, so kann man eine Homepage nicht beliebig verändern, es sei denn, man erschafft eine neue.

Dann kann man aber auch die alte lassen, wie sie ist, und eine neue als zweite anlegen. Die "alte" verfällt dann zwar langsam, so wie jedes Haus, das nicht mehr gepflegt und genutzt wird.

Das wollte ich AndreasThieme.de nicht antun, deshalb habe ich immer wieder nach Kompromissen gesucht. Für mich. Weil AndreasThieme.de für sehr wichtig war.

Nun ist AndreasThieme.de eine meiner Homepages. Und da ich selbst KopfDemokratie.de gekündigt habe, die Homepage und Domain, die ich am längsten habe, werde ich auch die Verlägerung meiner Hauptaktivität von AndreasThieme.de und AndreasThieme.org überleben.

Da mag sich theatralisch anhören, ist es aber nicht!

Als ich KopfDemokratie gründete, diente das der Stabilisierung meiner Seele und ihrer Gesundung. Diese Aufgabe übernahm, als ich eine psycho-therapeutischen Online-Beratung auf KopfDemokratie.de eröffnete, AndreasThieme.de.

Der Status der stationären Behandlung ist zum Glück seit einiger Zeit abgeschlossen, ich kann meine Übungen jetzt auch zu Hause oder an jedem anderen Ort durchführen. Im übertragenen Sinne gesprochen.

Was ich auf AndreasThieme.de bisher geschrieben habe, bleibt, wird nicht nachträglich durch mich zensiert.

AndreasThieme.org wird nicht von Suchmaschinen erfaßt werden. Außerdem werde ich vorwarnen, ausdrücklich darauf hinweisen, daß auf einigen Seiten einige Zeilen sich mit nicht jugendfreien Themen beschäftigen.

Ob das nun in einem meiner Tagebücher oder auf speziellen Seiten, wie auch auf AndreasThieme.de zum Beispiel auf Sexsucht, virtueller Sex und andere Seiten meines Psycholabors, stattfindert, ist unerheblich.

In gewisser Weise bin ich den beiden Leser sogar dankbar: endlich kann ich den zu fest gewordenen Rahmen auf AndreasThieme.de verlassen!

Trotzdem finde ich die deren Beiträge unangemessen - so gut sie sicherlich gemeint sind -, aber ohne etwas zu meinen zeitlichen und finanziellen Kosten beizutragen, wird von mir ein Eingehen auf rein persönliche Wünsche und Vorlieben erwartet.

Nun gut, ich habe ich oft und immer wieder über derartiges geärgert und versucht, dageben anzuschreiben. Nun kann ich damit leben: einige Menschen wollen mich nicht so, wie ich bin, sondern so, wie sie sein wollen.

Leider geht das nicht. Wenn Sie nur einen Teil von mir mögen, dann können Sie nicht mich haben, sondern nur Teile von mir.

Sie erhalten dann nicht Andreas Thieme als Ganzes, sondern Andreas Thieme in einer bestimmten Rolle.

Aber das ist alles nicht so tragisch, wie es sich jetzt vielleicht anhört. Es ist nur schade, daß ich in einem Raum, in dem ich fast ich selbst gewesen bin, nicht weiter zu mir finden kann.

Ist vielleicht wie in einer Beziehung: kann mich mehr wachsen, obwohl man noch wachsen will, muß man die Beziehung kündigen, um nicht zu schrumpfen.

Tja, wenn Sie die Auswirkungen Ihrer Beiträge geahnt hätte, nicht wahr? Oder nicht?

Ich sehe meine Homepage als ein in über fünf Jahren gewachsenes Gesamtkunstwerk. Jede Einzelheit hat ihre Funktion, ohne die das Ganze sein Aussehen verändert und meine Homepage als mein virtueller Psychotherapeut anders funktioniert. Wie "billig, uninteressant, nicht lesenswert" eine Einzelheit an sich auch sein mag, im Kontext ist sie es das nicht, und daß ich auf diese Einzelheiten bestehe, ist keine Frage, ob ich "Kritik [...] anscheinend nicht so gut verstrage", sondern notwendig, um in der Darstellung, der selbst-therapeutischen Spiegelung meiner Person in AndreasThieme.de meinen tatsächlichen psychischen Strukturen wie nahe wie möglich zu kommen.

 

[21:35]

Selbstverständlich gibt es auch anders zu berichten ... ach Scheiße, dazu habe ich keine Lust mehr!

Denn bestimme Dinge, die ich bisher erzählt habe, um Menschen, die meine Entwicklung, meine Gesundung verfolgen, auf dem laufenden zu halten, koste mich auch Zeit und damit Geld, obwohl ich von ihnen, diesen normalen Protokollen, weit weniger Nutzen habe, als von den Passagen, in denen das Innere meine Seele erforsche, in dem ich es herauslasse und dann betrage, spiegle, analysiere.

Mir reichts, ich habe für heute genug aufgeregt!

Schluß für heute!

 

[21:54]

Ich muß unbedingt wieder bald laufen, um mein Adrenalien-Spiegel zu senken!

Ich hoffe, ich werde mein Erkältung bald auskuriert haben, damit ich wieder starten kann.

 

[22:27]

Ich, der Künstler, die kreative, treibende Kraft von AndreasThieme.de werde ich mehr an diesen Ort zurückkehren.

Ich kann hier nicht mehr arbeiten!

[nach oben]


Freitag, 17.10.03

[17.10.03, fr, 6:17]

Gestern abend um 22 Uhr 46, bereits im Bett liegend, schrieb ich:

Wir wollen mit dem wichsenden "Künstler" nichts mehr zu tun haben. Er ist launisch, unbeherrscht, nicht kompromißbereit, überschätzt sich selbst, mischt sich überall ein und ist unkooperativ. Mit ihm gibt es immerzu Ärger. Seit Jahrzehnten schon. Mit ihm werden wir unser Studium nie absolvieren.

So sehr ich dem zustimmen muß, aber er ist tatsächlich die treibende Kraft, wie er sich selbst sieht.

Dieser meiner Seelenteile ist wohl der einzige, der sich nicht unterkriegen läßt. Alle meine anderen Seelenteile passen sich laufend und zuviel an.

Als Ganzes gesehen werde ich dadurch erträglicher, aber nicht produktiver, weil oft gegensätzliche Krafte in mir arbeiten.

 

Nehmen wir ein Beispiel: die sogenannte Rechtschreibreform. Mit insgesamt geht sie auf verschiedenen Gründen gegen den Strich, aber statt mich konsequent gegen sie auszusprechen und beharrlich die bewährte Schreibung, wenn auch leicht modifiziert, anzuwenden, versuchen ich mich zu überzeugen, zu überreden, daß das Durcheinander der neuen Schreibung eigentlich gar nicht so schlimm ist.

Ist es aber!

Teilweise wird tatsächlich eine andere Aussprache suggeriert!

Und auch ich persönlich bin betroffen!

Im Bericht zum Lauf 213 schrieb ich:

Es war ein sehr schöner Lauf, den ich nur deshalb kurzhielt, weil meine Muskeln nicht recht in Form waren ...

In der neuen Schreibung müßte ich "kurz hielt" schreiben. Aber das hat eine andere Bedeutung.

In dem Zusammenhang wohl keine, weil ich nicht bei meinem Lauf kurz hielt (ihn unterbrach), sondern den Lauf kurzhielt (einen kurzen Lauf machte).

Aber grundsätzlich wird das Problem deutlich: bei der neuen Rechtschreibung verschwinden Worte, deren Sinn aber weiterhin benötigt wird. Und leider ist es nicht immer so deutlich wie in meinem Beispiel, was gemeint ist.

Eigentlich müßte ich immer und überall gegen diese Veränderungen der deutschen Sprache auftreten, weil sie einfach nicht sachkundig durchgeführt wurden.

Daß die neue Rechtschreibung ein politisches, ideologisches Diktat der Herrschenden ist, wäre ein weiterer, aber nicht unbedingt der Hauptgrund meines Widerstandes.

Ich bin in einer Diktatur des Proletariats ausgewachsen und daran gewöhnt, von oben bestimmt zu werden.

Aber auch in der DDR habe ich mir nicht alles vorschreiben lassen. Nur war es damals ja legitim, weil ich mich eben gegen eine Diktatur gewehrt habe. Sage ich heute etwas gegen die neue Rechtschreibung oder gegen die übermäßigen Bau von Windrädern oder gegen das Aus der Atomkraft, heißt es schnell, ich bin einer von gestern, würde mich gegen den Fortschritt stellen, die Demokratie gefähren, weil weiterhin von Elitendenken behaftet usw. usw.

Ich habe einfach nicht mehr die Kraft wie vor 20 Jahren. Das rede ich mir nicht ein. Das spüre ich jeden Tag.

Also rede ich mir ein, daß das ja alles nicht so schlimm ist. Und damit machen ich mich selbst immer wieder wütend, weil ich mich belüge.

 

Sagen will ich folgendes: wenn ich in Dingen, die mir wichtig sind, keine Kompromisse mache, fallen mir Kompromisse, durch die ich umgänglicher werden, sicherlich leichter.

 

[11:00]

Leider konnte ich erst ab 9 Uhr richtig schlafen, nachdem die Wohnung unter mehr mieterleer wurde.

Von 7 bis 9 habe ich geschlafen als sollte es eine Folter sein. Ich war kurz davor, runter zu gehen und auszurasten.

 

[11:47]

Draußen sind es 10 Grad, heute morgen um 6 waren es minus 1.

In der Sonne sind es aber 18.

Ich mache mich fertig für einen kleinen Lauf. :-))

 

[12:25]

Ich starte.

 

[14:03]

Ich bin zurück vom Lauf 214.

[nach oben]


Samtag, 18.10.03

[18.10.03, sa, 11:10]

Obwohl Samstag ist und auch ich endlich ins Wochenende gehe, bin ich mißgestimmt: ich kann seit einigen Tagen nach der Zeitungstour nicht mehr ungestört schlafen.

Aber gerade dieser Schlaf war immer mein tiefster. Nach der Arbeit, ohne mit einem Ohr auf das Piepen des Weckers hören zu müssen, habe ich geschlafen wie ein kleines Kind.

Nun steht der unter mit wohnende Mieter einige Zeit, nachdem ich mich hingelegt habe und eingeschlafen bin auf und erfreut sich des Tages durch Radio-Unterhaltung.

Die ist nicht so laut, daß ich mich offizielle beschweren könnte, aber laut genug, um mich jeden Morgen, kaum bin ich eingeschlafen, zu wecken.

Ich will mich aber nicht aufregen, auch nicht runtergehen. Ich liege dann im Bett und versuche das Gedudel zu überhören, schlafe irgendwann wieder ein und schlafe, bis es etwas lauter wird, weil Werbung eingespielt oder das Radio vom Hörer wegen es Hits lautergedreht wird.

Ich kann erst wieder richtig schlafen, wenn der Mieter gegen 9 Uhr Wohnung verlassen hat. Falls ich dann nicht so genervt bin und nicht mehr schalfen kann.

Wie heute.

 

Sie könnte meinen, ich sei zu pingelig...

Heute war ich wieder mal auf dem Flur und habe gehört. Bereits wenn ich meine Wohnungstür öffne, ...

 

ich beantworte schnell eine Mail von S.

 

... höre ich deutlich, daß irgendwo im Haus laute Musik ist. Stehe ich vor der Tür der Wohnung unter mir, ist eindeutig, daß die Musik aus dieser Wohnung kommt.

Wenn ich Musik am PC in normaler Lautst höre, so daß ich nicht nach einigen Minuten leiser stelle, höre ich kaum im Nebenzimmer etwas, vor meiner geschlossenen Wohnungstür überhaupt nichts.

Unter mir wird die Musik so laut gehört, daß sie durch das Nebenzimmer durch die Wohnungstür so laut dringt, daß ich noch alles deutlich verstehe und so laut noch nicht mal hören würde, wenn ich direkt von den Boxen sitzen würde.

Und genau hier liegt das Problem: Unter mir wird nicht für sich allein gehört, sondern das Haus beschallt!

Dabei rede ich aber jetzt noch nicht von der Lautstärke, die alle Mieter im Haus und in den Nebenhäuser im Sommer aus den Betten geworfen hat!

Daß es auch leiser geht, ohne aus Radio und TV zu verzichten, hat nicht nur der Mieter bewiesen, der vorher unter mir gewohnt hat.

Selbst wenn er aus der Kneipe gekommen ist, hat man ihn kaum gehört. Ich bin nie wegen ihm munter geworden.

Schon gar nicht, wenn er TV gesehen oder Radio gehört hat.

 

Na ja, das regt mich schon sehr auf. Zumal auch mein Schlaf-Wach-Rhythmus durcheinandergekommen ist.

Gestern konnte ich nach der Zeitungstour auch nicht ausschlafen. Irgendwann bin ich zum Lauf aufgebrochen. Nach dem Laufen konnte ich dann aber auch nicht schlafen. So bin ich dann unausgeschlafen, aber nicht müde genug, um einzuschlafen, gegen 21 Uhr ins Bett.

Schlief irgendwann doch ein, wachte aber gegen Mitternacht auf.

Und konnte nicht mehr einschlafen. Um bis zu Zeitungstour wachzubleiben, war es aber zu früh und ich zu müde.

Also legte ich mich gegen 1 Uhr wieder hin. Schlief auch ein, wurde aber wieder geweckt.

Nicht durch den Herren unter mir, sondern durch den Herren unten an mir.

Ja, gestern nacht nahm er wohl an einem Wettbewerb, wer hat die größte Erektion, teil.

Keine Angst, meine lieben Mitleser, ich gehe nicht auf Einzelheiten ein.

Dir, liebe Barbara, sei aber versichert, du wirst nicht zu kurz kommen! ... ist vielleicht blöd ausgedrückt, ich hoffe, du weißt, was ich meine ... mir geht es nicht um zweitdeutigkeit, auch wenn ich gegen sie nicht habe ...

Denn ich werde auf andthieme.de, nach einer ausdrücklichen Warnung, über meine erotischen Fansasien schreiben, weit ausführlicher, als ich das jemals auf andreasthieme.de getan habe.

Damit werden wohl alles zufrieden sein: Mitleser & Co werden nicht mehr "verärgert" und "enttäuscht", Genieße wie du, Barbara, und wie MC, wie B. (das ist jetzt nicht Barbara) werden noch mehr Spaß haben, intensiver an meinen Erlebnissen teilhaben können, weil ich deutlicher und ausführlicher über mein spezielles Innen- und Außenleben schreiben werde, und ich selbst kann endlich mal wieder einen Neuanfang wagen.

Denn ich habe nicht nur andthieme.de reaktiviert (ist zur Zeit noch noch nicht online, kann aber nicht mehr lange dauern), sondern auch andreasthieme.de umgebaut.

Was bis gestern im Hauptverzeichnis war, habe ich nach andreasthieme.de/02 verschoben. Im Hauptverzeichnis liegen jetzt gerade mal 10 Dateien. Vorher waren es über 400.

Dadurch kann ich wieder viel lockerer arbeiten...

 

Jetzt bin ich aber doch wieder müde geworden. Ist immer wieder schön, wenn ich mich so richtig ausschreiben kann.

Die beiden gestrigen Gästebucheinträge habe ich noch in meine Homepage übernommen, aber noch nicht kommentiert. Bitte noch etwas Geduld.

Ich will versuchen, doch noch auszuschlafen, damit ich wenigstens am Wochenende mal wieder richtig munter bin.

Auf andthieme.de gibt es viel zu tun! Bei den ersten Probeschreiben im Kopf habe ich schon sehr viel Spaß gehabt!

 

[15:25]

Ich habe einige Stunden tief geschlafen und wohl, innerhalb einer viertel Stunde ganz langsam aufgewacht.

Bevor ich jedoch endlich eingeschlafen bin ...

Um 12 Uhr 10 habe ich den PC ausgeschaltet, mir eine Stulle gemacht und mich ins Bett gelegt. Unter mir war es still.

Um 12 Uhr 20 rückte die Truppe an. Man hörte Westernhagen. Ich habe den Song zwar wiedererkannt, kann ich aber nicht benennen, weil ich kein Westernhagen-Fan bin. Unter mir hat man mitgesungen: He, Alder ..., volles Rohr.

Um 12 Uhr 30 wurde (vermutlich) ein PC-Spiel angeworfen. Ein Baller-Spiel, in dem es diese typischen Geräusche gibt. Selbstverständlich so laut, daß der Gegner schon an der Lautstärke umfällt. In diesem Falle wieder ich, der glücklicherweise schon gelegen hat.

Die elektronischen Schüsse sind lauter und nerviger als Bauläum von den Häusern gegenüber, weil die Schüsse von überall herkommen und dann auch die Matratzen "klirren" lassen, während der Baumlärm nur dumpf hinter der Verbundglas-Fensterscheibe zu höre ist.

Um 12 Uhr 40 hat man sich ausgetobt oder ist wieder gegangen. Unter mir herrscht Ruhe.

Um 13 Uhr - ich bin noch nicht eingeschlafen - broht jemand im Haus. Allerdings nur einmal kurz und laut.

Ich schlafe ein ... und wache kurz nach 15 Uhr ganz, ganz langsam auf einem tiefen, traumlosen Schlaf auf.

 

[15:41]

AndThieme.de ist online! :-))

 

[16:01]

Ich habe durch Essen von Weißbrot zugenommen. Zeitweise wog ich 98 Kilo.

Jetzt wieder ich 96 Kilo, nachdem ich am Montag meine Ernährung wieder allmählich auf Vollkornbrot umgestellt habe.

Von Weißbrot, das ich essen mußte, weil meine Magenschleimhaut entzündet war und ich das Vollkornbrot nicht vertragen habe, bin ich nie satt geworden.

Also habe ich immer viel mehr gegessen, als ich wollte und damit auch wieder meinen Freßmechanismus ausgelöst.

Nun scheint sich mein Eßverhalten wieder normalisiert zu haben.

 

Wenn ich absprecke, verzichte ich auf keine Nahrung, sondern esse nur weniger. Auf bestimmte Nahrung zu verzichten, wenn ich sie essen möchte, frustriert mich nur. Außerdem essen ich dann von anderen Dingen mehr und füge insgesamt mehr Energie zu, als ich aufnehmen würde, wenn ich essen, worauf ich Appetit habe, aber weniger.

Allgemein läßt sich sagen: wenn ich den ganzen Tag bei ausreichendem Essen, also ohne zu hungern, das gleiche Gewicht habe, habe ich am nächsten Morgen weniger als am Vormorgen.

Wiege ich aber abends mehr als am Morgen, habe ich am nächsten Morgen meist nur das Gewicht vom Vormorgen.

Deshalb ist es wichtig, daß ich den ganzen Tag gleichmäßig essen. Eine kleine Mahlzeit auch kurz vor dem Schlafen gehen gehört dazu, damit ich nachts nicht von meinem knurrenden Magen aufwache.

Daß ich mich, um gesund abzuspecken auch seelisch wohl fühlen muß, brauche ich doch nicht zu erwähnen, oder?

 

[17:00]

Während ich Wäsche wasche bzw. das die Maschine für mich tut, ist AndThieme.de gewachsen und hat schon mal einige Seiten. Nun kann ich beginnen, die Page mit Substanz zu füllen.

Ich denke, daß ich heute keine erotischen Träume mehr aufschreibe, auch werde ich wohl nichts im Tagebuch notieren. Ich genieße zuerst meinen Entschluß und seine Umsetzung.

Zuküftig werde ich wohl auf AndreasThieme.de nicht mehr über AndThieme.de schreiben. Wenn Sie wissen wollen, was ich auf AndThieme.de alles so treibe, surfen Sie doch hin und wieder vorbei. Ich freue mich schon sehr, mich dort auszutoben und Sie dabei begrüßen zu dürfen. Denn selbstverständlich ist AndThieme.de mindestens ebenso interaktiv wie AndreasThieme.de. Wenn nicht so gar mehr :-)).

 

[17:10]

Draußen scheint noch immer die Sonne sehr schön, es sind (im Schatten) rund 10 Grad.

Ich werde aber heute nicht mehr das Haus verlassen, weil ich gern weiter an meinen Pages arbeiten möchte. Es ist einfach zuviel in meinem Kopf, als daß ich jetzt noch "untätig" draußen herumlaufen könnte.

Ich hoffe, morgen wird das Wetter wieder so schön, damit ich noch einen Sonnernlauf machen kann.

 

[17:29]

Habe die Gästebucheinträge vom 17.10.03 kommentiert (16 Uhr 05, Mitleser und 18 Uhr 18, Barbara).

 

[17:35]

Ich bin schon wieder müde. Jetzt ist es auch herrlich still im Haus. Eine gute Gelegenheit für ein Nickerchen.

Allerdings werde ich warten, bis die Wäsche gewaschen ist.

 

[18:10]

Die Wäsche ich fertig. Ich muß sie nur noch auf dem Boden aufhängen.

 

[18:50]

Ich war noch eben einkaufen bei Rewe.

Ist schon eigenartig, wie sich die Menschen, die Samstag abend einkaufen, von denen unterschreiben, die in der Woche vormittags im Geschäft sind.

Für mich war es außerdem noch ein besonderes Erlebnis, weil ich einige Tage nach der Zeitungstour nicht das Haus verlassen habe (vom Lauf am Freitag mal abgesehen) und nicht unten Menschen war.

Erst aus der Distanz werden Dinge deutlich, die man sonst, in den Alltag eingebunden, nicht wahrnimmt.

Welche Dinge das sind? Machen Sie sich selbst mal auf Entdeckungsreise ...

 

Toll fand ich auch mein Gefühl, als ich am Buch- und Zeitungsstand entlang ging.

So wirklich hat mich nichts interessiert. Sind ja auch fast alles Dinge, die gemacht wurden, um vermeintliche Bedürfnisse zu befriedigen und Geld zu verdienen.

Was ich in meinem Homepages geschaffen habe, habe ich nur getan, um es mir selbst recht zu machen. Nichts ist geschehen, weil ich andere beeindrucken oder abkassieren will.

Für mich ist es einfach wichtig, mich öffentlich zu machen. Früher habe ich stundenlang Leute vollgequatscht und wohl genervt. Nun label ich das Universum voll. Selbstverständlich auch in der Hoffnung, Gleichgesinnte zu treffen und Freunde zu machen. Aber am wichtigsten ist, daß ich meine Seele öffnen und herauslassen, was sich so den Tag über in ihr ansammelt, was Neues entsteht, damit Platz wird fürs nächste.

 

Besonders stolz bin ich auf mich, aus der Krise der letzten Tage, der persönlichen Sackgasse der letzten Wochen, etwas Neues, Besseres geschaffen zu haben.

Ich danke Mitleser & Co für den kritschen Anstoß.

Ich danke Barbara für die Aufmunterung, nicht abzukehren, sondern fortzufahren.

[nach oben]


Sonntag, 19.10.03

[19.10.03, so, 18:20]

Es war nicht so gut, daß ich meine sexuelles Leben nach andthieme.de ausgelagert habe, weil es in mein Leben, dessen Abbild AndreasThieme.de ist, gehört, nicht ein eigenes Leben ist, deshalb auf AndThieme.de einen Stellenwert erhält, der ihm nicht zusteht.

jetzt sieht es so aus, als wenn sex für mich so wichtig ist wie mein leben. das stimmt aber nicht. sex an sich interessiert mich nicht so sehr. als droge vielleicht, als möglichkeit, auf den pfaden meines unbewußtsein zu gehen.

ich habe festgestellt, je "schlechter" es mir geht, desto "geiler" bin.

fühle ich mich gut, bin ich mit kuschelsex zufrieden. fühle ich mich nicht so gut, brauche ich es hart und extrem.

wie auch immer, jetzt, wo ich mein sexuelles aufgelagert habe, mag ich nicht mehr so recht schreiben.

zumal ich ja b. alle meine sexuellen fantasien mitteilen kann. und vielleicht auch noch einer anderen frau, deren name ich jetzt nicht nenne. du weißt aber, daß du gemeint bist, stimmts? denn ich hab dir das ja gerade gemailt. :-))

 

[18:39]

Ist in Ordnung, ich nenne dich Katharina!

Für B. habe ich B., für MC habe ich MC gewählt, weil es bestimmt eine Betti und eine Marion Cinder gibt, die sich wiedererkennen und dann vielleicht auch vor Gericht gehen werden, um Einstweilige Verfügungen zu erwirken.

[nach oben]


Montag, 20.10.03

[20.10.03, mo, 21:00]

Habe auf OpenOffice.org geschrieben, wie es mich aufregt, daß Programme immer mehr Arbeitsspeicher brauchen, obwohl ich nicht erkennen kann, was sie besser machen.

[nach oben]


Dienstag, 21.10.03

[21.10.03, di, 18:04]

Katharina, was hast du mit mir gemacht?

Einige deiner gekonnten Zeilen bewirkten mehr als alle Worte vorher: ich bin mit mir zufrieden, ich bin glücklich, ohne etwas dafür getan zu haben.

Hättest du mich doch eher in deine Obhut genommen. Unzähligen, vergeblichen Mühen wären mir erspart geblieben.

Danke, Katharina!

[nach oben]


Mittwoch, 22.10.03

[22.10.03, mi, 12:38]

Gestern bin ich nicht gelaufen. Heute werde ich auch nicht laufen, obwohl jetzt endlich wieder mal die Sonne scheint.

 

[13:26]

Ist schon wieder weg ...

Seit ich nicht mehr wichse, brauche ich viel, viel Sonne!

 

[13:35]

Hinweis für alle meine Leser: Es kann sein, daß ich demnächst meine Homepage zumindest zeitweise löschen muß.

Begründung: Es gibt eine Leserin, die nicht nur süchtig nach meiner Page, sondern auch nach mir ist. Sie schreibt Dinge, über die sich wohl jeder Mann freuen würde. Jedoch mir machen sie angst, bin ich doch schüchtern und unbedarft.

Es ist einfach etwas anders, ob ich in meiner Homepage etwas schreibe, meiner Fantasie freien Lauf lasse oder ob ich beim Wort genommen und mit der grenzenlosen Leidenschaft einer erfahrenen Frau niedergezwungen, aufgebäumt und leergesaugt werde, so daß ich, wie sie schreibt, "die nächsten Tage nicht mehr gerade sitzen kannst".

Da meine Homepage der Auslöser dieses dominanten Begehren ist, weiß ich keinen anderen Weg, mich vorbeugend zu schützen, als meinen Seiten durch zeitweises Totlegen die Wirkung zu nehmen.

Vorbeugen, ohne sich vorzubeugen, wenn Sie wissen, was ich meine.

 

Noch ist es aber nicht soweit. Ich möchte Sie nur in Kenntnis setzen. Denn wenn ich mich zur Selbstverteidigung genötigt sehe, wird keine Zeit für Erklärungen bleiben.

Außerdem: wie sollten diese Sie dann auch erreichen?

 

[13:50]

Das heißt jedoch nicht, ich sei von den "Drohungen" nicht angetan.

Ich bin sogar sehr angetan, ohne daß ich mir etwas antat.

Aber wenn das Blut in Wallungen kommt, kann niemand sagen, wohin der Weg führt.

Ich möchte mich gern verlieren, aber nicht verlorengehen.

Ich möchte gern änders werden, aber keine Anderer.

Ich möchte gern entfliehen, aber nicht diese Welt verlassen.

Ich bin für vieles bereit, aber nicht für alles.

Ich bin ein Schreiber, kein Held.

 

[19:45]

Habe Microsoft Office XP von der Festplatte gelöscht. Ich arbeite jetzt nur noch mit OpenOffice.org, das alle aktuellen Microsoft Office-Formate lesen und schreiben kann.

Habe ich noch gern mit Office 95 gearbeitet, hat es mir mit Office XP nicht so recht Spaß gemacht.

Von wegen einheitliche Benutzeroberfläche! Ich habe mich oft geärgert, nutze das Produkt aber weiter, weil ich für Geld für es ausgegeben habe und mit meinen Fehl- und Rausch-Kauf nicht eingestehen wollte.

Außerdem dachte ich, Office XP zu brauchen, um die Formate zu lesen zu abzuspeichen, damit ich die Dokumente der Uni lesen kann.

Nun habe ich ausführliche Test gemacht und festgestellt, daß OpenOffice.org die Formate zu meiner Zufriedenheit liest und speichert.

Zudem bin ich mit der Oberfläche sehr zufrieden, nachdem in der Version 1.1 einiges verändert wurde.

Aber nicht nur damit. Immer wieder entdecke ich Möglichkeiten, die ich beim Microsoft Produkt vermißt habe. Gleichzeitig bietet OpenOffice.org alles an, was ich bei Word und Excel schätze.

Dazu ist es noch kostenlos!

[nach oben]


Freitag, 24.10.03

[24.10.03, fr, 6:01]

Draußen sind es minus 8 Grad.

Bei der Zeitungstour sind hin und wieder meine Finger an den eiskalten Schlüsseln klebengeblieben, so feucht-kalt war es.

 

Fast hätte ich heute morgen verschlafen.

Als der Wecker kurz nach 3 Uhr piepte, stellte ich ihn, ohne es zu mecker, auf kurz vor 7 Uhr. Zum Glück wachte ich 3 Uhr 45 auf und habe meine Zeitungstour pünktlich bis 6 Uhr beendet.

 

Die letzten Tag habe ich, ohne davon in meinen Tagebuch Kenntnis zu geben, einen "neuen" Andreas Thieme ausprobiert.

Einen, der alles kleinschreibt, leise spricht und sein Leben stärker lebt als je zuvor.

 

[11:08]

Ach, wie schön schläft es sich, wenn unter mir nicht stundenlang der Wecker piept oder morgens das Radio, die Musikanlage oder was weiß ich ewig lange laut ist, als gelte es nicht nur das Haus, sondern Blocks von Häusern zu beschallen.

 

[11:20]

In der Sonne sind es 16 Grad. Im Schatten 1 Grad.

 

[12:20]

Ich starte zum Lauf.

 

[14:02]

Ich bin zurück vom Lauf 215.

 

[15:25]

Eine Frau ist in mein Leben getreten. Sie heißt Claudia.

Endlich kann ich der Mann sein, der ich heimlich immer schon bin, aber öffentlich nie sein konnte bzw. durfte: langer, dicker Schwanz, dicker Eier, kleines Hirn mit kleinem Sprachzentrum.

Es ist so schön, ein Mann zu sein!

[nach oben]


Samstag, 25.10.03

[25.10.03, sa, 6:03]

Draußen sind es 2 Grad. Heute nacht, als ich aufgestanden bin, waren es 0 Grad.

Kälter muß es in diesem Winter nicht werden.

 

Morgen wird in Potsdam gewählt. Denkst du, ich weiß, was.

Vielleicht gehe ich dieses Mal nicht zur Wahl. Ich habe die Schnauze voll von diesem blöden Gequatsche, dem keine Taten folgen oder nur stümperhafte.

Wenn ich Zeitungen austragen würde, wie die meisten Politiker ihrer Arbeit ausübern, wäre ich schon längst gefeuert!

 

Nun gut, ich will mich nicht schon wieder aufregen. Immerhin ist Samstag!

Ich hatte ja auch gestern genug Aufregung!

Erst findet eine Frau meine sexuellen Fantasien gut, lebe ich sie aber aus, kritisiert sie mich mit den Worten, ich wechsle die Frauen wie die Hemden.

Dabei weiß sie nicht, wie lange ich ein Hemd trage, bis es in die Wäsche kommt.

Ja, richtig gehört: in die Wäsche kommt (unter die Dusche geht) und noch einmal getragen (geliebt) wird.

Außerdem wechsle ich nicht täglich die Hemden!

 

Ach, Claudia, wenn ich an deine so lecker feucht werdende Möse denke, höre ich auf mit dem Schreiben auf der Tastatur und komme schnell zu dir, um auf deinen erogenen Zonen das Lied meiner Leidenschaft zu spielen.

Jawoll!

[nach oben]


Sonntag, 26.10.03, Normalzeit

[26.10.03, so, 2:12 - Normalzeit]

Ist das nicht verrückt: gerade als die Uhren zurückgestellt werden, wache ich nicht zwischen 4 und 5 Uhr auf, wie es für mich am Sonntag üblich ist, sondern schon 2 Uhr 55.

Da das noch die Sommerzeit ist, erlebe ich, wie die Uhren um 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt werden. Deshalb schreibe ich das jetzt um 2 Uhr 12, obwohl ich um 2 Uhr 55 aufgestanden bin.

Meine Funkuhr hat sich übrigens noch nicht umgestellt. Meine PC-Uhr schon.

Auf meiner Funkt-Uhr hat nur das Funkt-Symbol von 2:59:55 bis 3:02:15 geblinkt. Umgestellt hat sich die Uhr aber noch nicht.

Ich hoffe, sie ist durch meine Anwesenheit nicht nervös geworden ... ;-))

Na ja, letztes Jahr hatte sie sich ohne mein Zutun umgestellt. Wann, kann ich nicht sagen, ich habe um 8 Uhr notiert.

 

[2:34]

Taj, was mache ich jetzt, mitten in der Nacht?

Erst mal ein Fußbad.

 

[2:40]

Fußbad ist beendet. Habe das Wasser nicht warm genug eingelassen.

 

[3:18]

Nach meine Zeitrechnung ist es schon 4 Uhr 18, denn ich noch nicht auf Normalzeit umgestellt.

Wenn ich so früh am Montag aufgestanden wäre, würde ich bald von der Zeitungstour nach Hause kommen.

 

[4:42]

Oh, jetzt regnet es...

Es es nicht aufhört, geht heute bestimmt keiner zur Wahl.

Ist doch eine gute Entschuldigung, oder?

Dabei kann ich in Hausschuhen zum Wahllokal gehen. Aber ich weiß noch nicht, ob ich gehen werden. Wer auch immer zu Auswahl steht, mich überzeugt werden ein Kandidat noch eine Partei oder Gruppierung, so daß ich mich für sie engagieren würde.

 

[7:50]

Es regnet immer noch.

 

[11:10]

Meine Funkuhr hat sich auf Normal-Zeit umgestellt.

Draußen sind es 5 Grad, die Sonne scheint nicht, es regnet immer noch.

Ich war auf einer langen Reise, wurde gewärmt, wurde erfrischt.

Ich habe Träume genommen, ich habe Träume gegeben.

Mir wurden Träume genommen, mir wurden Träume gegeben.

Nun scheint die Sonne stärker in meinem Herzen.

Laß es doch draußen regnen.

[nach oben]


Montag, 27.10.03

[27.10.03, mo, 5:58]

Draußen sind es naß-kalte minus 4 Grad!

 

Eine Stunde länger schlafen? Häh?

Ich fühlte beim Aufstehen gegen 4 Uhr nicht, es sei um 5, sondern um 3, und das auch noch, obwohl ich um 23 Uhr schon geschlafen habe.

 

[9:20]

Habe nach dem Sommer das erste Mal mit Schlafanzug geschlafen. Zuätzlich hatte ich auch noch Strümpfe an. Mir war einfach zu kalt.

Macht sich schon bemerkbar, daß Claudia nicht da war ...

 

[18:30]

So sehr ich auch gut finde, daß endlich die Zeit umgestellt wird und diese künstliche Zeit, wo die Sonne mittags nie im Zenit steht, vorbei ist, aber das Umstellen nervt: ich für mich wie halb 8, nicht wie halb 7.

[nach oben]


Mittwoch, 29.10.03

[29.10.03, mi, 8:10]

Ich bin aufgewacht, weil ich im Bett gefroren habe - trotz zweier Decken und 23 Grad im Zimmer!

Na ja, es sind eben nicht mehr über 25 Grad, bei denen ich noch nackt gewesen bin, so als wäre es immer noch Sommer.

 

Ich staune immer wieder, wieviel einige Grad die empfundene Temperatur verändern.

Bei 25 bis 26 Grad konnte ich stundenlang nackt vor dem PC sitzen. Bei 22 bis 23 nicht mehr. Nach einige Minuten ist es mir zu kalt, und ich muß mir etwas anziehen.

Jetzt sitze ich mit Schlafanzug, Strümpfen und aber noch einen Pullover übergezogen.

 

[8:38]

Vorhin träumte ich aus meiner Jungendzeit in Berlin.

Wenn ich den Traum richtig deute, war ich in einer fiktiven Ausbildung zum Bootsführer oder Expetionsleiter oder sowas.

Die letzte Szene des Traumes fragte ich den Ausbilder, ob wir zum nächsten Tag etwas Bestimmtes mitbringen sollen.

Ich habe nur die blöde Antwort erhalten, ob ich bei etwas Bestimmtes an einen Sonnenhut für unseren Florida-Ausflug auf der Spree denke.

Dann bin ich aufgewacht.

Bis auf diese eine blöde Sache, war es ein sehr schöner Traum.

Ob er mir letztendlich sagen wollte, die arroganten Berliner versauen mir immer wieder alles?

Ob er vielleicht mich an mein Telefonat vom Sonntag, als ich meinen (Stief)Vater anrief und mich (wiedermal) sehr ärgerte, erinnern wollte?

 

[8:54]

Auf n-tv.de wird gefragt: "Würden Sie für den Aufschwung auf vier Tage Urlaub verzichten?"

Ich verzichte seit vielen Jahren vollkommen auf Urlaub. Den letzten habe ich 1995 gehabt. Es waren aber nur einige Tage.

Jedoch nicht freiwillig: Als Geringverdiener bekomme ich keine Urlaubsgeld (obwohl es mir wohl zustände). Wenn ich 10 Tage Urlaub mache, bekomme ich beim nächsten Lohn für 10 Werktage weniger Geld.

 

[9:03]

Ich war am Sonntag wählen! Aber 55 Prozent der Wahlberechtigen nicht!

Das schlimmste Nachricht der Wahl ist diese schwache Wahlbeteiligung. Die meisten Brandenburger scheinen vom sind ihre Stimmabgabe wohl nicht überzeugt zu sein, es also für die bessere Wahl zu halten, nicht zu wählen.

 

[9:38]

Man, hab ich kalte Füße! Ich mußte mir meine Winterhausschuhe anziehen.

Ob der unter mir nicht heizt? So kalt sind doch 22, 23 Grad auch nicht.

Oder bekommt mein Körper jetzt den Winter mit, den er dieses Jahr gar nicht haben will?

Es hilft nichts, der Winter wird kommen, auch wenn ich ihn nicht will.

[nach oben]


Donnerstag, 30.10.03

[30.10.03, do, 3:40]

Heute sind es draußen zwar 3 Grad (gestern waren es minus 1), aber es regnet so stark, daß ich wohl trotz Regenkleidung durchnäßt von der Arbeit zurückkommen werden.

Und das, obwohl meine Gesundheit bereits angeschlagen ist!

Allein die Vorstellung schlägt mir schon auf den Magen!

 

[11:22]

Draußen regnet es noch immer oder schon wieder. Es sind 6 Grad. Die Sonne versteckt sich hinter Wolken.

Heute morgen bin ich nur etwas naß geworden; nur die obere Kleidung mußte ich zum Trocken aufhängen.

Eigentlich wollte ich zu Lidl einkaufen gehen, habe aber keine Lust, schon wieder bei solchem Wetter rauszugehen. Jedenfalls nicht so lange und nicht so weit.

 

[12:00]

Ich habe mich gewaschen und rasiert.

Und wasche jetzt Wäsche. Eigentlich wollte ich ja Kochwäsche machen, habe aber nur 60 Grad Color-Waschmittel.

Um Kochwaschmittel zu kaufen, wollte ich hauptsächlich zu Lidl. Dort gibt es auch billiges Flüssigwaschmittel, das ich schon seit Jahren benutze. So schön die Werbung für Ariel und Co auch sein mag, ich glaube nicht, daß damit Wäsche reiner wird. Also warum sollte ich teilweise doppelt soviel für ein Waschmittel bezahlen.

Außerdem: bekomme ich mal einen Fleck nicht heraus, gibt es ja noch die Schere.

Nein, mal ehrlich. Hin und wieder gibt es Flecken, die nicht sich nicht aus der Wäsche entfernen lassen. Auch nicht, wenn Sie die Wäsche in einer Wäscherei mit Spezialmittel behandeln lassen.

Ist eben wie im Leben: manche Dinge hinterlassen Spuren, die auch bleiben, wenn man sie nicht gut findet.

 

He, sach mal, ich bin ja och keene Hausfrau, die keen anderes Feld als die Haushalt hat, um ihr Ego zu sonnen und zu stärken und reene zu halten.

 

Wäsche, bereits in der arbeitenden Maschine, an and: Heute lassen wir dir dein Nachlässigkeit noch einmal durchgehen und begnügen uns mit einer 60 Grad Wäsche. Aber beim nächsten Wäschen wollen wir wieder zum Kochen gebraucht werden.

and an Wäsche, demütig: Danke meine Damen!

 

[18:50]

Vorhin empfahl mir eine Waschmittelexpertin, meine Kochwäsche nicht mehr zu kochen, sondern mit Persil bei 60 Grad zu wachen (siehe Gästebucheintrag vom 30.10.03).

Wer mich kennt, weiß, daß ich nicht einfach mal so zu Rewe um die Ecke gehe, um Persil einzukaufen.

Ich bin schon zu Rewe geganen, aber nur um zu gucken, wie teuer Persil ist.

Kurz vor nach 15 Uhr 45 bin ich los ...

Persil Kraft-Gel (1,5 Liter) kostet bei Rewe in der Haeckelstraße 5,69 Euro. Ganz schön teuer, finde ich.

Also auf zu Lidl, vielleicht kostet es dort weniger.

Zur Sparkasse muß ich ja ohnehin, damit die mir meine Kontoauszüge nicht gegen Entgeld zuschicken.

Ich bin also zur Sparkasse in der Nansenstraße gegangen, hab Kontoauszüge auf dem Automaten geholt.

Danach hab ich noch bei einem Freund im Geschäft verbeigesehen.

Wollte ich. Ich aber nichts geworden, weil er den Laden schon geschlossen hatte. Morgen ist hier Feiertag.

Dann bin ich zu Lidl. Dort hatten sie kein Persil Kraft-Gel.

Na ja, dachte ich, du brauchst ja auch noch Brot, gehst du eben heute ins Kaufland, mußt du nicht am Samstag fahren.

Ich hole immer Vollkornbrot, 500 Gramm und 39 Cent pro Packung, in Scheiben geschnitten. Nicht vordergründig um zu sparen, sondern weil mir anderes geschnittenes Vollkornbort nicht schweckt. Es sei denn, es ist zwei- oder dreimal so teuer.

Frisches Brot kann ich nur selten kaufen. Nie kann ich mich zusammenreißen, immer muß ich kräftig zulagen, weil es mir so gut schmeckt.

Mit den 500 Gramm Heidevesper reiche ich ein bis zwei Tage, ohne mich einzuschränken. Mit frischen Vollkornbrot, das 750 oder 1000 Gramm schwer ist, reiche ich nicht selten nicht mal einen Tag.

Ich esse ja auch schon das Heidevesper ohne Auftrich, weil es mit so gut schmeckt. Frische, noch warmes Vollkornbrot kommt nicht selten schon angeknabbert zu Hause an. Und dann geht es richtig los.

Daß ich nur dicke Scheiben vom frischen Brot abschneiden kann, läßt mich nur scheinbar nicht mehr als sonst essen: 9 dünne Schreiben Heidevesper sind nicht gleich dicken 9 Schreiben frisches Brot.

Es war also gut, daß ich ins Kaufland wegen Persil gehe, dann übergehe ich die Gefahr, frisches Brot kaufen zu müssen, weil meine Vorräte aufgebraucht sind und ich keine Luft habe, ins Kaufland zu gehen.

 

Ich ging also gegen 16 Uhr 30 von Lidl (Nähe der Fähre nach Hermannswerder) los in Richtung Hauptbahnhof.

Und da ich schon mal in der Stadt war, ging ich noch in die Humbold-Buchhandlung. Das gesuchte Buch war leiden nicht da, ich mußte es bestellen.

 

Gegenüber der Fachschule, an einem Bauzaun vor dem Schloß, hing ein Plakat:

Cargoliter, Chipfabrik treiben Studi in den Ruin.

Oder so. Ich las im Gehen und hätte fast eine junge Frau umgerannt, die mich auch noch an Claudia erinnerte. Was soll ich sagen: ich weiß noch wie die Frau aussah, erinnere aber nicht deutlich, was mir der Spruch vermitteln sollte.

Cargolifter und Chipfabrik haben schon viel Geld verschlungen und werden wohl nie Geld abwerfen. Und dieses Geld fehlt für die Studenten? Das, das ausgegeben wurde, oder das, das nicht abgeworfen wird? Wer weiß ...

 

Im der Bahnhofspassage ging ich noch mal kurz in den ProMarkt - oder ist das der MediaMarkt? Wie auch immer: Dieter Bohlen stand als Pappkamerad davor und preiste etwas an.

Im Geschäft selbst was alles wie immer. Ich weiß nicht, was ich hoffe, dort zu finden, aber jedes mal gehe ich wieder raus und sagen: was die so für ein Scheiß verkaufen.

Bei Vobis bin ich nicht reingegangen. Dieter stand auch hier davor.

In den TelekomShop bin ich auch nicht reingegangen. Dieter stand auch hier davor.

Vor dem Fisch-Imbiß stand er nicht. Dabei würde er doch dort am besten hinpassen, der alte Fischkopp.

Vor dem Kaufland stand Dieter auch nicht. Dafür gab es in der Buchabteilung sein neues Buch in gedruckte Form und als Hörbuch. Möchte ich wetten. Nachgesehen habe ich nicht.

Ich wollte ja endlich mein erstes Persil kaufen.

Oh, Olivenöl nur 2,19 Euro! Bei Lidl kostet die gleiche Flasche 2,29 Euro. Also rein in den Wagen. Vom Kaufland ist der Transport zwar weiter, aber auf dem Rückweg fahre ich ja mit der Straßenbahn, deshalb ist mein Fußweg geringer.

Übrigens: als von D-Mark auf Euro umgestellt wurde, kostete diese Flasche 1,99 Euro. Das nur mal zum Thema, wir hätte ein oder zwei Prozent Inflation im Jahr.

Nachdem ich Äpfel und Brot in den übergroßen rollenden Wagen gelegt hatte, fuhr ich über die Rollbahn wieder ins Erdgeschoß und suchte die Waschmittel.

Im Kaufland habe ich noch nie Waschmittel gekauft, habe ich immer bei Lidl gemacht, hatte also keine Ahnung, wo ich suchen mußte.

Ich fuhr hin und her, fand aber kein Waschmittel, sondern landete immer wieder in einer Gruppe aus Regalen, in denen nur Artikel zur weiblichen Hygiene zu liegen schienen.

Während ich durch das Labyrinth voller Binden und Tampons irrte, wollte ich schon rufen: Sehe ich aus, als würde ich Binden tragen?, hielt aber inne, weil ich schmunzelnd dachte, was ist, wenn eine erboste Frau erwiderte: Nein, Sie sind der typische Tampon-Typ!

 

Ich sollte systematisch vorgehen, nicht meiner Intuition folgen, wohin die mich führt, aber ich ausreichend realisiert, wenn ich doch noch zu meinem allerersten Persil kommen wollte.

Ich umrundete die Regale der Haushaltswaren, auch wenn ich nicht glaubte, doch Waschmittel zu finden. Schließlich landete ich am anderen Ende der Abteilung und fand in der letzten Reihe endlich Persil Kraft-Gel.

Sogar in einer 1,725 Liter Flasche - also 15 Prozent mehr! Und dann noch billiger als bei Rewe, nämlich nur 4,95 Euro!

Da nahm ich doch gleich noch Persil Color-Gel zu gleichen Preis mit.

 

Vor den Kassen neben den Getränken stapelten sich viele, viele Packungen mit Butter-Spekulatius. Um fünf Stück habe ich den Aufbau verkleinert.

 

Ein Einpacken kontrollierte ich den Kassenbon.

Das Olivenöl wurde nicht mit 2,19 Euro, sondern mit 2,39 Euro abgerechnet! Ist das nicht eine Frechheit?

Ich hatte aber keine Lust, zum Kundendienst zu gehen, um die Differenz zu fordern.

Ich wollte nach Hause. Eigenlich bin ich ja nur mal schnell in Trainingshosen geschlüpft, hab eine Jacke übergeworfen, um nicht weiter als zu Lidl zu decken, was mehr ein Spaziergang zum Wasser als in die Stadt ist.

 

Nach Hause ging ich nicht, sondern, ich sagte es schon, fuhr ich mit der Straßenbahn, den Fahrschein für 1 Euro 45.

Wenn ich nicht mein Vollkornbrot im Kaufland hätte kaufen müssen, hätte ich mein Persil auch bei Rewe kaufen können, ohne unterm Strich mehr zu bezahlen.

So übern Daumen gepeilt. Ich will jetzt nicht genau nachrechnen. Ich müßte die größere Menge Persil berücksichtigen. Den Anschiß beim Oliveröl einrechnen.

Wie auch immer ...

 

Ich habe doch mal den Literpreis ausgerechnet.

Mit dem Literpreis vom Kaufland (4,95 Euro durch 1,725 Liter durch geich 2,87 Euro pro Liter) würde Flasche bei Rewe statt 5,69 Euro nur 4,30 kosten (2,87 Euro mal 1,5 Liter). Ganz schöner Unterschied, nicht wahr?

Ich habe also durch den Kauf im Kaufland 2,77 Euro gespart!

 

Aber doch nur soviel, weil die Flasche im Kaufland 15 Prozent mehr Inhalt hatte, oder?

Wenn nicht 1,725 Liter, sondern 1,5 Liter in der Flasche sein würden, wäre die Flasche immer noch 74 Cent billiger, hätte ich also 1,48 Euro gespart und die Kosten für den Fahrschein ausgeglichen.

 

[21:40]

Nach dem erster Waschtest muß ich sagen, meine weißen Leinenhandtücher sind mit Persil Kraft-Gel bei 60 Grad mindestens so sauber geworden wie bei 95 Grad mit dem Lidl-Waschmittel. Wenn nicht sogar sauberer. Dabei habe ich das Waschmittel vergleichbar dosiert.

Daß ich die Handtucher schon einmal mit dem Lidl-Waschmittel bei 40 Grad wusch (damit ich nicht nur ein T-Shirt in der Maschine habe), spielt keine Rolle, denn so rein, ich muß das wirklich so sagen, so weiß, wäre das Handtuch bei einer auch nicht geworden, wenn ich es vor der 95 Grad Wäsche mit dem Lidl-Waschmittel auch erst bei 40 Grad gewaschen hätte. Nicht mal, wenn ich es über Nacht in dem heißen Wasser hätte liegenlassen.

Ich bin bereindruckt!

Ich möchte jedoch erwähne, daß das Lidl-Waschmittel nur einen Literpreis von 1,50 Euro hat, also 1,37 Euro pro Liter weniger kostet.

 

Erwähne möchte ich auch, daß einige Flecken auf anderen Handtücher nicht herausgegangen sind. Die wären aber wohl auch nicht beim Kochen ausgewaschen worden.

Wichtig ist mir aber nicht, ob immer alle Flecken herausgehen, sondern das die schönen weißen Handtücher auch wieder weiß werden. Das werden sie mit Persil Kraft-Gel deutlicher bei weniger Energieeinsatz und bei geringerer Waschzeit.

Außerdem riecht Persil gut, so daß ich auf Lenor Aprilfrisch zum Weichspülen verzichtet habe.

 

Ich bin ehrlich, ich freue mich auf meine nächte Wäsche.

Wenn meine Bettwäsche auch so deutliche sauberer wird, bin ich wohl überzeugt.

Danke an die Waschmittelexpertin für den Tip!

 

[22:10]

Obwohl ich mogen nur wenige Zeitungen austragen muß (in Brandenburg erscheinen keine Zeitungen, ich trage nur einige wenige in Berlin erscheinende Zeitungen aus), werde ich trotzdem wie immer aufstehen, damit ich nicht aus meinem Rhythmus komme, denn am Samstag ist für mich wieder normaler Arbeitstag.

 

[21:15]

Heute habe ich wieder mal seit einigen Tagen richtig viel geschrieben. Das bekommt meiner Seele immer sehr gut.

Claudia findet es gut, wenn ich wieder mehr schreibe, auch wenn ich weniger Zeit für sie habe.

Ich hoffe, Katharia und die anderen schließen sich der Meinung an.

 

[22:20]

Wo ich mich zum Schlafengehen fertig mache, fällt mir auf, daß ich unter der Trainingshose noch meine Schlafanzughose trage.

 

[22:22]

Gar nichts berichtet habe ich vom heutigen Umbau meiner Homepage.

Das werde ich morgen tun.

[nach oben]


Freitag, 31.10.03, Reformationstag

[31.10.03, fr, 2:40 - Reformationstag]

Neen, das gibts doch nich, oder?

Die letzten Tag, die letzten Wochen habe ich große Schwierigkeiten gehabt, morgens aus dem Bett zu kommen, aber heute, wo ich locker bis 5 Uhr hätte schlafen können, ohne mit der Arbeit zu spät fertig zu werden, aber heute wache ich noch vor dem normalen Weckerpiepen auf!

Dabei bin ich nicht früher als sonst ins Bett gekommen und habe gestern zudem noch auf meinen Mittagsschlaf verzichtet, weil ich unterwegs war, mein allerallererstes Persil zu kaufen.

 

[9:40]

Sehr langes Läuten der Glöcken in Hermannswerder scheint mich aufgeweckt zu haben.

Ist aber nicht schlimm, weil ich schon seit 6 Uhr geschlafen habe.

 

[10:28]

Ich wasche schon wieder Wäsche! :-))

Jetzt ist meine eben noch benutzte Bettwäsche dran.

Hausarbeit ist nicht mein Fall, aber Wäsche wasche ich gern. Treppewischen, Abwaschen, Waschbecken- und Klobecken-Reinigung mag ich auch noch, ohne einer Putzsucht eine Chance zu geben, aber Staubsaugen, Fensterputzen und am aller meisten Staubwischen hasse ich.

 

[10:34]

Ich möchte etwas zu und an B. schreiben.

B. hat mir 28.10.03, Dienstag, eine "Geschichte" geschickt, aus der ich jedoch nicht zitiere.

Ich mag diese Geschichte nicht.

Sie scheint mir von Männern für Männer geschrieben, die Frauen ausschließlich als "mehrlöchrige Auffangdose" für das Sperma "mehrfach abspritzenden Dauerständer" sehen.

Zudem gibt es in der Geschichte einige "technische Schwierigkeiten". Bestimmtes läßt sich außer in der Fantasie nicht umsetzen, was auf einen sexbesessenen und unerfahrenen Mann als Schreiber deutet.

B., ich wußte nie, was du von mir wolltest, hatte immer eher ein kaltes als ein warem Gefühl, wenn ich deine Mail gelesen habe. Und glaubte von Anfang an eher, Post von einem (biologischen) Mann als von einer Frau zu bekommen.

Selbst wenn du ein Mann bist, der eine Frau sein möchte, hätte ich mit dir kein Problem. Aber ich mag nicht, wenn man unecht ist.

Will Mann eine Frau sein, muß er es fühlen, nicht denken.

Kann Mann es nicht fühlen, sollte er ein Mann bleiben und herausfinden, warum er kein Mann sein will oder kann.

Übrigens gibt es nicht nur Männer, die Fußball, Autos, Suff und "Dosen" mögen. Ich fühle mich sehr wohl als Mann, wenn ich wohl auch im landläufigen Bild keiner bin.

Aber was interessiert mich das: mir sollte mein Leben gefallen, nicht meinem weitläufigen Nachbar.

 

Nur damit es keine Mißverständnisse gibt: Ich habe kein Problem, wenn Frauen sich als Spermafalle empfinden und es gern sind. Auch habe ich kein Problem mit Männen, die ausschießlich mit dem Schwanz leben.

Ich finde aber, beide sollten sich suchen und treffen, jedoch bitte nicht an meinen Orten.

 

[11:03]

Vorhin habe ich nur eine Verschlußkappe (40 ml) Persil Color-Gel in die Waschmaschine gegeben. Schon nach dem ersten Spülen war die Wäsche frei von Wäschmittel.

Die Wäsche ist trotz der geringen Dosierung sauber geworden. Sogar meine Bettwäsche, die ich mit in die Waschine legte, damit ich nicht einen Schlafanzug und ein T-Shirt allein wasche, ist bei 40 Grad sauber geworden.

Die bunte Bettwäsche werde ich also nicht noch einmal waschen, weil sie sauberer nicht würde. Ich wasche nur noch mal die weiße Bettwäsche, aber auch nur bei 60 Grad und mit einer Verschlußkappe Waschmittel.

 

[11:22]

Heute wede ich wohl leider nicht laufen.

Ich habe mir gestern den unteren Rücken etwas verkühlt, was ich schon unterwegs merkte, aber da war ich schon kurz vor dem Kaufland. Ohnehin war es da wohl schon passiert.

Diese Unterkühlung hat mir einen leichten Hexenschuß gebracht, so daß ich erst aufrecht stehen kann, wenn ich einige Zeit stehe und mich langsam strecke.

Vielleicht, denke ich jetzt, wäre es insofern gut, doch zu laufen, weil meine gemütlichen Läufe nicht nur meine Seele, sondern auch meine Muskeln lockern. Außerdem wurd mir, dank meiner Sportkleidung immer schon warm, ohne daß Schweiß mich verkühlen würde.

Mal sehn, erst mal werde ich Wäsche aufhängen. Vielleicht bekomme ich heraus, ob mein Rücken auch laufen möchte.

 

[11:54]

Mein Rücken antwortet auf die Frage, ob er einen Lauf möchte: du hast zuviel Kekse gegessen!

 

[12:11]

Was solls, auch Krümelmonster müssen mal laufen ... ;-))

Ich bereite mich auf den Lauf vor.

 

[12:20]

Ich starte.

 

[13:23]

Ich bin zurück vom Lauf 216.

 

[18:20]

Weitere Bemerkungen zu meinen Waschtests.

Ich habe die Dosierung auf eine Verschlußkappe (40 ml) herabgesetzt. Auch mit so wenig Waschmittel wird Wäsche, die ich sonst gekocht habe, bei 60 Grad mindestens ebenso sauber, wenn nicht sogar reiner.

Obwohl ich von meinem Lidl-Waschmittel die mindestens die doppelt Menge Waschmittel genommen habe.

Ich habe immer meist 80 bis 120 ml Waschmittel in die Maschine gegeben, wenn Wäsche so verschmutzt wie bei meinem jetzigen Test war. War sie schmutziger 180 ml, was eine voller Verschlußkappe ist.

Habe die dann gekocht und in der heißen Lauge über Nacht stehen lassen.

Nicht selten habe ich noch Fettlöser (Fit oder so) dazugegeben - ein "Trick", den man auch in Waschereien anwendet - oder habe die Wäsche bei 40 Grad vorgewaschen.

Trotz des großen Aufwandes, ist die Wäsche nicht so sauber geworden wie die Wäsche bei 60 Grad mit Persil Kraft-Gel und 40 ml Waschmittel.

Durch die unterschiedliche Dosierung veränders sich auch die Kosten pro Wäsche bzw. die Anzahl der Wäschen pro Flasche.

So sehr, daß selbst bei einer 1,5 Liter Flasche Persil ein Wäschgang weniger kostet als ein Waschgang mit dem Lidl-Waschmittel. Und gleichzeitig die Wäsche saubere wird, weil ein Waschen mit Persil die Wäsche im allgemeinen, unabhängig von der Dosierung und der Temperatur sauberer macht.

[nach oben]