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Arbeit

[09.03.02, sa, 18:38]

Noch nie hat mich Arbeit (die Tätigkeit, bei der ich meine Arbeitskraft verkaufe) lange befriedigt. Immer mußte ich schnell mit ihr fertig werden, damit ich mich wieder den Dingen widmen könnte, die für mich wichtig sind.

Auf at privat schreibe ich, daß ich nicht fürs Arbeiten geschaffen bin. Das stimmt jetzt wohl mehr denn je.

Es ist ja nicht so, daß ich den ganzen Tag zu Hause liege und immer fetter werde. Aber wenn ich an meine Jobs denke, erinnere ich, immer zu kurz gekommen zu sein.

Nun könnte man einwenden, ich sollte mir dem Geld verdienen, was auch für mich gut ist. Das geht nicht. Das beste für mich ist, mich um mich selbst zu kümmern. Wie soll ich damit Geld verdienen?

Indem ich anderen zeige, wie sie für sich da sein können? Gut möglich, aber trotzdem kann ich in der Zeit dann nicht für mich da sein.

Schriftsteller wäre vielleicht sowas ... Ich schreibe Bücher, die mir gefallen und mir Spaß machen und verdiene damit Geld.

Nun ja, aber ein Buch zu schreiben, ist nicht nur Spaß.

Wenn ich an meine Musik denke, erinnere ich auch, wie schwer und zeitaufwendig es war, die ursprüngliche Fassung in eine zu bringen, die ich auch anderen vorspielen wollte.

Am meisten Spaß hat das Einspielen gemacht, wenn Gefühle etwas ganz tief aus mir herauskamen und durch den Synthesizer materialisiert wurden. Das hat vielleicht 30 Minuten gedauert, vielleicht 45, dann war für den Moment alles aus mir heraus. Nun begann die Arbeit. Nicht selten habe ich tagelang gesessen, um das Stück rund zu machen.

 

Aber am liebsten würde ich gern als ein reicher Erbe leben, der nie arbeiten muß und auch keine Verpflichtungen hat. Ich würde genügend Dinge finde, für die gern tun würde.